Feuerwehr Bitburg

21.06.2016 - Großeinsatz für Feuerwehr: Lagerhalle eines Bitburger Entsorgungsbetriebs in Flammen

(Bitburg) In einer Lagerhalle des Abfallunternehmens Remondis auf dem Bitburger Flugplatz sind am Dienstagabend etwa 600 Kubikmeter Altpapier in Flammen aufgegangen. 100 Rettungskräfte waren im Einsatz. Die Brandursache ist bislang noch völlig unklar.

„Es ist keinem etwas passiert“, sagt Wehrleiter Manfred Burbach. „Es war nur Müll. Jede Menge Müll.“ Altpapier, um genau zu sein: Das hat am Dienstagabend in einer Lagerhalle der Firma Remondis auf dem Bitburger Flugplatz Feuer gefangen – die Ursache für den Großbrand ist bislang noch nicht bekannt.

Gegen 21.45 Uhr, sagt Kreis-Feuerwehrinspekteur Jürgen Larisch, seien die Rettungskräfte alarmiert worden – vom Sicherheitsdienst des Unternehmens, dem der Brand aufgefallen war. Kurz darauf trafen die Wehren ein, da stand der Müll allerdings bereits in Flammen.

In der Halle werde Papier aus der kommunalen Sammlung – sprich: blaue Tonne – umgeschlagen und verladen, sagt Andrea Heinze von der Firma Remondis. Zum Zeitpunkt des Brandes hätten sich keine weiteren Mitarbeiter auf dem Gelände befunden.

Insgesamt eilten dann 100 Kräfte zum Unglücksort – das Technische Hilfswerk Bitburg, die Wehren aus Bitburg, Newel und Speicher, und aus Waxweiler war außerdem der Gefahrstoffzug mit einem Messwagen an Ort und Stelle: „Die haben die Brandgase gemessen, um festzustellen ob davon irgendwelche Gefahren ausgehen“, sagt Larisch. Ergebnis: keine Bedrohung.

Die THW-Helfer verteilten zunächst mit Radladern die brennenden Papierstapel, damit die Flammen leichter zu löschen waren. Wehrleiter Manfred Burbach: „Wir haben bis etwa halb vier Uhr morgens gearbeitet.“ Auch Stadtbürgermeister Joachim Kandels war zur Unglücksstelle geeilt, ebenso wie Erich Grün, der Leiter des Ordnungsamts, und Mitarbeiter der Abwasserbehörde der Stadtwerke: weil Löschschaum eingesetzt wurde, sagt Larisch, und weil kontaminiertes Löschwasser auf dem Gelände aufgefangen wurde. Es wurde anschließend von einer Fachfirma aufgesaugt und entsorgt, „damit das nicht irgendwo in den Kanal und in die Natur läuft“, sagt Larisch. Im Einsatz waren außerdem das SEG, das DRK und die Polizei Bitburg.

Nun laufen die Ermittlungen. Hinweise auf Brandstiftung lägen laut Polizei bislang nicht vor. Wie Wolfgang Zenner von der Polizei Bitburg sagt, hätten Hitze und Rauch noch recht gut abziehen können, da die Halle nur teils geschlossen und teils nach einer Seite hin offen sei.

Wie Andrea Heinze von der Firma Remondis mitteilt, habe die Halle „keinen größeren Schaden genommen“ und könne künftig weiter genutzt werden. Beziffern könne das Unternehmen, das nach eigenen Angaben am Standort Bitburg etwa 55 Mitarbeiter beschäftigt, die Schadenshöhe aktuell nicht. Zuletzt hatte es 2011 bei Remondis gebrannt – auf demselben Werkgelände, in einer anderen Halle: Dort hatte geschreddertes Holz Feuer gefangen. Nach Angaben des Unternehmens betrug der Schaden damals rund 250 Euro.

Quelle: www.volksfreund.de