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Termine

Feuerwehr Bitburg

29.07.2018 - Suche nach vermisstem 19-jährigen Schwimmer in Trier geht heute weiter

Trier. Nach dem möglicherweise tödlichen Badeunfall vom Sonntag in Trier setzen die Rettungskräfte die Suche nach dem vermissten 19-jährigen Trierer am heutigen Montag fort. Der junge Mann hatte laut Stadtverwaltung versucht, die Mosel in Höhe des St.-Barbara-Ufers zu durchschwimmen, und war untergegangen.

Am Sonntagabend um 17.36 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Wasserrettungseinsatz unmittelbar gegenüber der Hauptwache der Berufsfeuerwehr auf die Mosel alarmiert. Michael Schmitz, Pressesprecher der Stadt Trier: „Zwei junge Männer aus dem Stadtgebiet wollten die Mosel von der Stadtseite auf die Westseite der Mosel durchschwimmen. Ziel war der Anleger des Ruderclubs in Trier-West. Nach etwa nach zwei Dritteln der Strecke verschwand plötzlich einer der beiden Männer und tauchte nicht mehr auf.“

Umgehend begannen die Suchmaßnahmen mit dem Rettungsboot St. Barbara der Berufsfeuerwehr auf der Mosel. Weitere Kräfte von Feuerwehr und Polizei durchkämmten die Uferbereiche von Römerbrücke bis Moselauen auf beiden Seiten. Im weiteren Verlauf wurde das größere Rettungsboot St. Petrus, das in der Wache II in Trier-Ehrang positioniert ist, fertig gemacht und zu Wasser gelassen. Zeitgleich trafen immer mehr Taucher der Wasserrettungseinheit der Berufsfeuerwehr ein. Während die Taucher auf der Mosel den Vermissten suchten, war der Rettungshubschrauber Christoph 10, der zufällig einen Einsatz in Trier beendet hatte, zur Mithilfe alarmiert worden. „Eine Wärmebildkamera kam jedoch nicht zu Einsatz, da die Mosel eine zu hohe Temperatur hat. Es würde nichts bringen“, so Schmitz. Der Hubschrauber kreiste etwa zwei Stunden über der Mosel, bevor er abbrechen musste zum Tanken. Sofort rückte der Rettungshubschrauber der Air Rescue aus Luxemburg an und unterstütze die Suche bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Am späten Abend trafen weitere Taucher des Zivilschutzes aus Luxemburg und der Feuerwehr Bitburg ein. Insgesamt waren neun Taucher auf der Mosel im Einsatz. Systematisch wurden die Mosel und der Grund abgesucht.

Derzeit liegt der Flusspegel in Trier bei 2,17 Meter. Somit führt die Mosel durch die lange Trockenheit und die heißen Temperaturen leichtes Niedrigwasser. Das lockt die Menschen an Seen, Weiher und Flüsse. „Das Schwimmen in der Mosel ist generell nicht verboten, dennoch rate ich dazu ab“, sagt Schmitz. Behörden warnen immer wieder vor unberechenbaren Strömungen und der Sogwirkung von passierenden Schiffen. Im aktuellen Fall war wohl eine kleine Gruppe an die Mosel gekommen, um den heißen Sommertag dort zu verbringen. Dann nahm das Drama seinen Lauf. Notfallseelsorger aus der Stadt betreuten die Angehörigen vor Ort, darunter ein Kleinkind, das mit an der Mosel war.

Gegen 21 Uhr kam ein drittes Boot des Technischen Hilfswerks zur Unglückstelle und suchte die Mosel flussabwärts mit einem Sonargerät ab. Nach zwei Stunden stellte die Bootsbesatzung die Suche wegen der Dunkelheit ein. Die Taucher waren bis in die Nacht im Einsatz, um den vermissten 19-Jährigen zu finden.

Die Wasserschutzpolizei und die Polizei der Stadt sperrten die Uferbereiche weiträumig ab. Bis zum späten Abend kamen immer mehr Menschen, hofften und bangten, dass die Einsatzkräfte den jungen Mann finden würden. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Bürgermeisterin Elvira Garbes fortlaufend über den Stand der Dinge informiert. Die Suche wurde gegen 23.30 Uhr ergebnislos abgebrochen, der Mann wurde nicht gefunden.

Im Einsatz waren etwa 60 Kräfte der Berufsfeuerwehr Trier Wache 1 und 2 sowie der Führungsdienst. Insgesamt beteiligten sich über ein Dutzend Taucher der Berufsfeuerwehr Trier, des Zivilschutzes aus Luxemburg und der Feuerwehr Bitburg. Außerdem im Einsatz: das THW Trier und die Malteser Trier, Rettungswagen der Berufsfeuerwehr, der Malteser Welschbillig und des DRK Konz, die Schnelle Einsatzgruppe, der Notarzt Trier sowie die Hubschrauber Christoph 10 und Air Rescue Luxemburg, zudem die Polizei und Wasserschutzpolizei Trier. Die Hauptwache der Feuerwehr wurde während des Einsatzes durch den Löschzug Olewig besetzt.

Die Suche nach dem Vermissten wird am heutigen Montag fortgesetzt.

Quelle: www.volksfreund.de