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26.09.2013 - Tiere sterben beim Großbrand einer Scheune

Mehr als 80 Feuerwehrkräfte können den Großbrand einer Scheune in Schleid nicht unter Kontrolle bringen. Mindestens vier Kühe kommen in den Flammen um. Es ist der zweite Großbrand innerhalb von zwei Tagen im Kreis Bitburg.

Helle Aufregung am späten Donnerstagabend in dem knapp 400-Seelen-Dorf Schleid in der Südwesteifel. Sirenen heulen und schlagen Alarm, die Bewohner laufen auf die Straße, um zu erfahren, was passiert ist. Am Ende der Ulsbachstraße entdecken sie einen hellen Feuerschein und dicke Rauchwolken am Himmel. Die knapp 1.000 Quadratmeter große Halle eines ehemaligen Sägewerkes, in der sich inzwischen Scheune und Stallungen eines landwirtschaftlichen Betriebes befinden, brennt lichterloh.

Tiere sterben in den Flammen

Norbert Grün, Einsatzleiter der Feuerwehr Seffern ist erschüttert. „Als wir anrückten stand die komplette Halle bereits in Vollbrand. Viele der Tiere waren zwar aus den Stallungen befreit oder gar geflüchtet,“ so der Einsatzleiter. Aber für mindestens vier Kühe kommt jede Hilfe zu spät. Sie fallen dem Großbrand zum Opfer und können nicht mehr gerettet werden. Auf gut 60 Prozent der Hallenfläche sind Strohballen gelagert, die den Flammen Nahrung ohne Ende bieten. Aber auch mehrere Landmaschinen stehen in dem Schuppen und werden ein Raub der Flammen.
Trotz sofortiger Nachalarmierung weiterer Wehren wie zum Beispiel der Feuerwehr Bitburg, ist klar, dass die Halle und ihr Bestand nicht mehr zu retten sind. Noch während den Löscharbeiten ziehen Feuerwehrleute ein Absperrband um die Halle, die jeden Moment einzustürzen droht.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

„Das THW aus Wittlich ist mit einem Spezialkran hierher unterwegs, um die Dachkonstruktion zu heben,“ so Einsatzleiter Norbert Grün. „Nur so kann das THW dann später die Strohballen auseinander ziehen, um die Kontrolle über den Brand zu gewinnen.“ Viele der Feuerwehrleute fühlen sich angesichts des Brandes verunsichert, auch wenn die Brandursache noch völlig im Dunkeln liegt.

„Erst vor wenigen Tagen mussten wir hier zu einem Brand ausrücken, da hatte jemand Matratzen neben einem Haus angezündet,“ so ein Feuerwehrmann. In dieser Nacht sind mehr als 80 Feuerwehrkräfte der Wehren aus Schleid, Ehlenz, Seffern, Biersdorf, Bitburg und Wolsfeld im Einsatz. Hinzu kommen noch der Orgleiter des DRK und das DRK Bitburg und im weiteren Verlauf das THW aus Wittlich. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Schadenshöhe des Großbrandes dürfte in einem hohen sechsstelligen  Bereich liegen.
Quelle: www.volksfreund.de