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09.05.2014 - Zwischen Rittersdorf und Bitburg kollidieren zwei Autos frontal - drei Schwerverletzte

(Rittersdorf) Frontalzusammenstoß: Zwei Autos sind am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr auf der L 50 zwischen Rittersdorf und Bitburg frontal gegeneinander gekracht. Dabei wurden vier Menschen schwer verletzt. Die Straße blieb für rund zwei Stunden voll gesperrt. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kam es laut Polizei nicht.

Die Ursache ist noch ungeklärt. Am Freitagnachmittag prallen zwei Autos auf der L50 zwischen Rittersdorf und Bitburg frontal aufeinander. Gegen 17 Uhr kommt ein älterer Autofahrer auf die Gegenfahrbahn. Er stößt mit seinem Wagen auf einen Opel Corsa. Darin sitzen drei Menschen. Der Corsa wird durch die Wucht des Aufpralls über die Straßenböschung mehrere Meter weit auf eine Wiese geschleudert. 
Beide Fahrer werden dabei in ihren Autos eingeklemmt. Weil sie nicht nicht selbst befreien können, muss die Feuerwehr sie mit der Rettungsschere aus den Fahrzeugen befreien.  Die beiden eingeklemmten Fahrer werden sehr schwer verletzt. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht. Zwei Rettungshubschrauber fliegen sie in umliegende Krankenhäuser. Ebenfalls schwere Verletzungen erleiden die beiden Mitfahrer im Corsa. 
 
Die L 50 bleibt während der Rettungsarbeiten rund zwei Stunden voll gesperrt. Zu größeren Verkehrsbehinderungen kommt es laut Polizei nicht. 

Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Laut Manfred Burbach, Wehr- und Einsatzleiter aus Bitburg, waren insgesamt rund 40 Rettungskräfte am Unfallort im Einsatz. Darunter sind die Feuerwehren Bitburg und Rittersdorf, das DRK, der Notarzt aus Bitburg und die Polizei Bitburg.

04.05.2014 - Zwei Schwerverletzte bei Frontalzusammenstoß auf der B 51

Aus bislang ungeklärter Ursache sind gestern Mittag auf der B 51 bei Bitburg zwei Autos frontal zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurden zwei Personen schwer und eine leicht verletzt.

Quelle: www.volksfreund.de

11.04.2014 - Acht Minuten sind oft utopisch!

Feuerwehren erreichen zeitliche Einsatzvorgabe immer seltener

Die Zusammenarbeit der Rettungsorganisationen funktioniert im Eifelkreis. Das haben Feuerwehr, Rotes Kreuz (DRK) und Technisches Hilfswerk (THW) bei Großeinsätzen schon oft unter Beweis gestellt. Zuletzt Ende März beim Brand im Bitburger Krankenhaus. Doch trotz 4000 ehrenamtlicher Helfer gibt es ein ernstes Personalproblem - vor allem werktags.

Die Feuerwehren im Eifelkreis sind gut aufgestellt. Das ist eine der zentralen Aussagen bei einer Pressekonferenz im Kreishaus zur Bilanz des Katastrophenschutzes. Aktuell gibt es 3872 Feuerwehrleute und rund 200 Fahrzeuge, verteilt auf 217 Einheiten. Auf jeden der insgesamt 1626 Quadratmeter Kreisfläche kommen damit knapp zweieinhalb Feuerwehrleute. Auf jeden tatsächlich besiedelten Quadratkilometer sogar 24. Beachtliche Zahlen mit beruhigender Wirkung.

Damit die ehrenamtlichen Helfer nicht nur technisch und fachlich auf dem Laufenden sind, investieren Land, Kreis und Kommunen viel Geld in die Ausstattung. Hinzu kommt: Ausbilder und Retter engagieren sich jedes Jahr mehrere Tausend Stunden in Fortbildungen. So hätten allein 2013 etwa 1000 Feuerwehrleute an Weiterbildungen teilgenommen, sagt Richard Wirtz, einer der beiden stellvertretenden Kreisfeuerwehrinspekteure. Zu den Stärken des Eifelkreises gehört demnach das hohe ehrenamtliche Engagement der dort lebenden Menschen. Darin ist man sich einig.

Das Problem ist nur: Die meisten der 3755 Feuerwehrmänner und 117 Feuerwehrfrauen haben einen Beruf, machen eine Ausbildung oder absolvieren ein Studium. Und ein Großteil von ihnen geht dieser Beschäftigung zudem noch jenseits der Kreisgrenzen nach. Weshalb die Quote von 24 Helfern pro Quadratmeter Fläche nicht nur ein Durchschnitts-, sondern auch ein rein theoretischer Wert ist. Ein Wert, der mit der tatsächlichen Verfügbarkeit immer weniger zu tun hat. Die vom Land vorgegebene Frist von acht Minuten zwischen dem Alarmieren und dem Eintreffen der Feuerwehr wird immer schwieriger. Und in den meisten Fällen schon längst nicht mehr erreicht.

"Wir schaffen es nicht einmal bei 20 Prozent der Einsätze, diese Frist einzuhalten", sagt Manfred Burbach, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bitburg. Er nennt als aktuelles Beispiel einen Fehlalarm im Bitburger Krankenhaus Anfang dieser Woche. Ganze 16 Minuten und damit doppelt so lange wie gesetzlich vorgegeben habe die Feuerwehr bis zum Eintreffen am Krankenhaus gebraucht. Und das obwohl die Klinik nicht weit von der Feuerwache entfernt sei. Er sei froh, dass sich der "richtige" Brand im Krankenhaus nicht an einem Montag, sondern an einem Sonntag (30. März, der TV berichtete) ereignet habe, fügt er hinzu. Sonntags sind die Wehrleute nicht beruflich weiter außerhalb gebunden.

Dass auch die übrigen Feuerwehren des Eifelkreises zunehmend mit der Einhaltung der Vorgabe überfordert sind, bestätigt auch Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch. "Wir sind bestrebt, diese acht Minuten einzuhalten", sagt Larisch, doch sei das längst nicht immer machbar. Ein weiterer Grund dafür sei die Topografie des Eifelkreises. Schließlich sei Bitburg-Prüm der größte und zugleich auch am dünnsten besiedelte Kreis des Landes.

Für die Stadt Bitburg trifft das weniger zu. Zwar gibt es dort laut Burbach aufgrund von Änderungen der Verkehrsführung durch den Innenstadtring durchaus zusätzliche Verzögerungen. Doch das größte Problem ist für ihn das fehlende Personal. So würden beispielsweise immer mehr junge Menschen studieren, sodass sie nicht verfügbar seien. "Um 20 Leute zusammen zu bekommen, muss ich mittlerweile das Vierfache an Personal alarmieren", klagt Burbach.

Mitverantwortlich für diese Entwicklung ist für den Wehrleiter der Staat. "Durch die Abschaffung der Wehrpflicht habe der Gesetzgeber den Ast abgesägt, auf dem er sitze, sagt Burbach. Seiner Auffassung nach müsste jeder Bürger im Land, "wenn er nicht gerade schwerbehindert" sei, zur Leistung eines sozialen Jahres verpflichtet werden. Dem schließt sich Joachim Streit an, der als Landrat die politische Verantwortung für den Brand- und Katastrophenschutz im Eifelkreis trägt. Auch Streit sieht den Gesetzgeber in der Pflicht. Aber auch die Bevölkerung: "Jeder Bürger könnte allein schon dadurch helfen, dass er in der Wohnung Rauchmelder installiert", sagt er. Damit werde nicht nur die Feuerwehr entlastet, sondern vor allem auch Menschenleben gerettet.

Extra: Drei Fragen an ... Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch:

Muss sich die Bevölkerung angesichts der Probleme bei der Einhaltung der Acht-Minuten-Frist ernste Sorgen machen?
Larisch: Diese Frage ist in erster Linie von den Bürgermeistern und Wehrleitern der Verbandsgemeinden und der Stadt Bitburg zu beantworten. Ungeachtet dessen bestätigt aber die Vergangenheit, dass diesbezüglich derzeit kein Grund zur Sorge besteht. Dank der guten Zusammenarbeit der in der Feuerwehr Verantwortlichen im Eifelkreis war bisher immer eine schnelle Hilfe garantiert; dies ungeachtet personeller oder topografischer Besonderheiten.

Inwieweit ist bei der Lösung des Problems der Gesetzgeber gefragt?
Larisch: Der Eifelkreis Bitburg-Prüm ist der flächenmäßig größte Kreis in Rheinland-Pfalz mit 234 Ortsgemeinden und der Stadt Bitburg. Er verfügt über ein sehr großes, weit verzweigtes Straßennetz, wobei die Besiedlung mit rund 95.000 Einwohnern verhältnismäßig gering ist. Allein diese besondere Situation macht jedem vernünftig Denkenden klar, dass eine Feuerwehr im Einsatzfall nicht immer innerhalb der vorgegebenen Zeit von acht Minuten am Ort des Geschehens sein kann, zumal die Zeitvorgabe den Zeitraum von der Alarmierung bis zum Erreichen des Einsatzortes umfasst. Selbstverständlich ist unser ländlich geprägter Raum nicht mit den Ballungszentren wie etwa der Rheinschiene vergleichbar, deren Feuerwehren aber dieselbe Einsatzzeit vorgegeben ist. Es ist also zunächst der Gesetzgeber gefragt, seine Zeitvorgaben zu überdenken und eine Regelung zu finden, die den Besonderheiten unserer Region Rechnung trägt und die realistisch ist.

Müsste der Einsatz der freiwilligen Helfer Ihrer Meinung nach auch finanziell mehr gewürdigt werden?
Larisch: Zunächst sei erwähnt, dass die in der Feuerwehr Tätigen gerne und mit Freude ihr Ehrenamt ausüben. Finanzielle Anreize spielen dabei eine eher untergeordnete Rolle. Dennoch sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass ihnen die einsatz-, übungs- und ausbildungsbedingt entstandenen Aufwendungen erstattet werden.
Was erwartet wird, und dies meiner Meinung nach auch völlig zu Recht, ist ein bisschen mehr Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements von Seiten der Bevölkerung und natürlich auch der Medien. Unsere Feuerwehrfrauen und -männer wenden viel Freizeit für die Sicherheit der Menschen unserer Region auf. Wenn sie sich für die Feuerwehr entscheiden, tun sie dies in dem Bewusstsein, dass sie ab sofort 24 Stunden täglich bei 365 Tagen im Jahr einsatzbereit sein müssen.

Quelle: www.volksfreund.de

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