Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Masholder

Die Feuerwehr Masholder wurde am 15.03.1901 als Pflichtfeuerwehr gegründet. Im gleichen Jahr wurde ein Spritzenhaus in Masholder gebaut, welches sich an der ehemaligen Gaststätte "Arnoldy" befindet. Am 17.01.1908 beschloss der Gemeinderat, die Gemeinde von der Pflichtfeuerwehr zu entbinden und eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Die Aktivitäten dieser Wehr wurden mit dem
1. Weltkrieg unterbrochen. Bis nach dem 1. Weltkrieg hatte Masholder weder eine Wasserleitung noch elektrisches Licht. Bis zu dieser Zeit entnahm man das Wasser aus einer Reihe von Dorfbrunnen. Nachdem in den 20er Jahren die Wasserleitung gelegt worden war, verschwanden die meisten Brunnen. Seit 19 hat das Dorf elektrisches Licht.

Erst im Jahre 1931 konnte die Freiwillige Feuerwehr Masholder dann durch Matthias Ehlenz wieder neu gegründet und aufgebaut werden. Dieser leitete die Wehr bis 1939. Ihm ist es gelungen, den Wehrleuten die persönliche Ausrüstung zu besorgen. Ferner konnte eine Handdruckspritze und ca. 150m Schlauchmaterial gekauft werden. Auch diesmal wurde die kontinuierliche Arbeit der Wehr durch den 2. Weltkrieg unterbrochen. Nach dem Kriege waren die meisten Löschgeräte zerstört und sämtliche Ausrüstungsgegenstände abhanden gekommen und mussten deshalb vollständig neu angeschafft werden. Im Jahre 1947 wurde Klaus Böttel neuer Brandmeister der Feuerwehr Masholder.

Schon im Jahre 1955 war die Wehr wieder im Besitz einer TS 4 mit Anhänger und dem dazugehörigen Schlauchmaterial. Zusätzlich konnten neue Uniformen und Schutzausrüstungen gekauft werden. In den nachfolgenden Jahren konnte die Freiwillige Feuerwehr Masholder bei den Kreisfeuerwehrwettkämpfen große Erfolge erringen. So wurden bei den Feuerwehrwettkämpfen des Amtes Bitburg-Land 1960, 1963, 1964, 1968, in der Gruppe TS 4, der 1. Platz belegt. Bis zum Jahre 1971 war Klaus Böttel Wehrführer in Masholder.
Nach seinem plötzlichen Tod, wurde 1971 Albert Mossal zum Wehrführer gewählt und behielt dieses Amt bis zum Jahr 1997. Er übernahm eine gut ausgebildete Mannschaft von 16 Wehrleuten. 1974 konnte eine Tragkraftspritze TS 8/8 angeschafft werden.
Ihre Einsatzkraft konnte die Wehr in denen folgenden Jahren bei verschiedenen Wohnhaus- und Gebäudebränden immer wieder unter Beweis stellen. Zum Beispiel konnten Dank dem Einsatz der Feuerwehrmänner aus Bitburg und Masholder, bei einem Großbrand im landw. Anwesen von Wwe. M. Neises, im Jahre 1977, über 100 Stück Großvieh/Schweine aus den lichterloh brennenden Stallungen gerettet werden.

Am 13.11.1988 wurde im Anschluss zum Volkstrauertag die St. Floriansstatue eingewiehen. Zu den Aktivitäten der Wehr zählen nicht nur die regelmäßig stattfindenden Feuerwehrübungen, sondern auch zahlreiche gemeinnützige und kulturelle Tätigkeiten für den Stadtteil Masholder.