Feuerwehr Bitburg

05.09.2018 - Laster reißt Leitung ab, mehr als 2000 Eifeler am Mittwochmorgen ohne Strom

Waxweiler. Der aufgestellte Kipper eines Lastwagens hat am Mittwoch an der A 60-Anschlussstelle Waxweiler eine Hochspannungsleitung abgerissen. Mehr als 2000 Eifeler Bürger hatten deshalb eine halbe Stunde lang keine Stromversorgung.

Der aufgestellte Kipper eines Lastwagens hat am Mittwochmorgen in der Baustelle an der A 60-Anschlussstelle Waxweiler eine Hochspannungsleitung abgerissen. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei Prüm um 7.10 Uhr. Der Fahrer habe nach dem Abladen die Baustelle wieder verlassen wollen, als der Lastwagen sich in der Leitung verhakte. Der LKW kippte auf die Seite, die Stromleitung fiel auf die Landesstraße 33 – und in Teilen auf einen polnischen Sattelzug, der in diesem Moment auf der A 60 in Richtung Prüm unterwegs war. Dabei wurde unter anderem die Windschutzscheibe des Sattelzugs beschädigt.

Wegen der abgerissenen Leitung, sagt Walter Thibol, Hauptkommissar bei der Polizeiinspektion Prüm, seien anschließend etliche Dörfer für eine halbe Stunde ohne Strom gewesen, bis die Mitarbeiter von RWE-Westnetz den Ausfall behoben hatten.

Betroffen waren 2050 Bürger – in Dackscheid, Eilscheid, Hargarten, Kinzenburg, Lambertsberg, Lascheid und in einigen Straßenzügen von Lichtenborn, Manderscheid, Merlscheid, Pintesfeld, Plütscheid und Waxweiler.

Der Fahrer des Unfallwagens erlitt Prellungen und wurde vom DRK ins Krankenhaus Bitburg gebracht, der Mann am Steuer des Sattelzugs blieb unverletzt. Während der Arbeiten an der Unfallstelle konnte der Verkehr auf der A 60 weiterfließen, die L 33 war kurzzeitig gesperrt.

Den Sachschaden an der Stromleitung schätzt man bei RWE auf etwa 80 000 Euro, bei den beiden Lastwagen rechnet die Polizei mit insgesamt etwa 20 000 Euro. Im Einsatz waren neben Polizei und DRK die Autobahnmeisterei Prüm und die Feuerwehren aus Feuerscheid, Prüm und Niederprüm.

Quelle: www.volksfreund.de

28.08.2018 - Schlauch von Heizöllaster in Bitburg geplatzt

Bitburg. Zu einem Einsatz musste am Dienstagmittag gegen 14.15 Uhr die Feuerwehr in Bitburg zum Ostring ausrücken. Aus noch ungeklärter Ursache war an einem Heizöllaster der Schlauch geplatzt. Dadurch liefen einige Liter auf die Straße und in die Kanalisation.

Die Feuerwehr Bitburg hatte die Lage schnell unter Kontrolle. Das Öl wurde mit Bindemittel aufgenommen und entsorgt. Verletzt wurde niemand. Neben der Feuerwehr war auch die Polizei Bitburg im Einsatz.

Quelle: www.volksfreund.de

31.07.2018 - Verheerendes Feuer in Rommersheim-Ellwerath bei Prüm

Rommersheim-Ellwerath. Ein ehemaliges landwirtschaftliches Anwesen in Rommersheim-Ellwerath bei Prüm ist am Dienstagabend gegen 18 Uhr in Brand geraten. Eine fünfköpfige Familie konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen. 130 Einsatzkräfte kämpften bis tief in die Nacht gegen die Flammen.

Großbrand an einem heißen Sommerabend in Ellwerath: Am Ende wird daraus für Feuerwehren, DRK, Polizei und THW Bitburg ein Einsatz über mehr als acht Stunden. Um 2.30 Uhr erst können die 130 Retter den Unglücksort verlassen – ein ehemals landwirtschaftliches Anwesen am Ortsrand des kleinen Dorfs hoch über Niederprüm.

Die Gebäude – ein Wohnhaus, eine Scheune, ein Stallanbau – gehören einer Familie, die dort mit drei ihrer sieben Kinder lebt. Und die seit vielen Jahren in den Orten der Umgebung den Volksfreund austrägt. Die Katastrophe wird gegen 18 Uhr am Dienstag bemerkt – als bereits Flammen aus dem Scheunendach hinauflodern. „Zahlreiche Anrufe“, sagt Manfred Schuler von der Freiwilligen Feuerwehr Prüm, seien kurz nach 18 Uhr bei Wehr und Polizei eingegangen, um den Brand zu melden. Sie rücken aus – und sehen „schon beim Eintreffen aus Richtung Niederprüm die große Rauchsäule aufsteigen“.

Die Scheune steht im Vollbrand: „Die Flammen schlugen aus dem Dach und griffen dann auf den Dachstuhl des Wohnhauses über“, sagt der Sprecher der Prümer Wehr. Und sie fressen sich schnell weiter: Auch das Haus fällt ihnen großenteils zum Opfer. Der Stallanbau gerät ebenfalls in Brand. Und gegen 19.30 Uhr stürzt die brennende Scheune zusammen.

Die Familie kann sich nach draußen retten, alle bleiben unverletzt. Allerdings erleidet ein Feuerwehrmann infolge der Hitze und vermutlich wegen Dehydrierung einen Zusammenbruch. Das Gleiche passiert einer Angehörigen der Bewohner, die zum Brandort geeilt war. Beide, sagt Oswald Benzel vom DRK, habe man behandelt und betreut, inzwischen gehe es ihnen wieder besser.

Wegen der schwierigen Wasserversorgung – zudem herrscht zu wenig Druck auf den Leitungen – helfen die Landwirte aus der Umgebung, mit großen Fässern bringen sie immer wieder Wasser herbei. Die Arla-Molkerei aus dem nahen Pronsfeld schickt zwei ihrer großen Tankzüge zur Einsatzstelle.

Aus der gesamten Eifel treffen immer mehr Wehren ein. Am Ende sind es 15: Rommersheim, Prüm, Niederprüm, Bitburg, Gerolstein, Jünkerath, Kyllburg, Bleialf, Schönecken, Wallersheim, Fleringen, Watzerath, Waxweiler, Giesdorf – und die Kameraden aus Auw, die während der Löscharbeiten die Prümer Wache besetzen.

Bald steht fest: Die Wehrleute können die stark gefährdeten Nachbarhäuser in der Straße gegen das Feuer abschirmen. Auch das ist keine leichte Aufgabe: Denn der Wind droht immer wieder die Flammen hinüberzuwehen, eine Baumgruppe zwischen den Häusern haben sie bereits erreicht.

Entwarnung also an einer Stelle, der Einsatz aber geht noch lange weiter. Was auch daran liegt, dass die Wehrleute wegen der verbauten Zufahrt die Drehleiter nicht in Stellung bringen können. Zwar schicken sie immer wieder Löschschaum in die brennenden Gebäude, das hilft, und dennoch: „Das Feuer ist noch nicht unter Kontrolle“, sagt Walter Faasen, der stellvertretende Wehrleiter der Verbandsgemeinde (VG) Prüm. Da ist es 20.30 Uhr, und vor den Einsatzkräften liegen noch sechs weitere, anstrengende Stunden.

Am Morgen danach steht fest: Das Feuer hat kaum etwas übrig gelassen. „Es ist alles kaputt“, sagt der 54-jährige Besitzer zum TV. „Die Nebengebäude sind so gut wie abgebrannt, im Haupthaus ist der Dachstuhl abgebrannt, die zweite Etage ausgebrannt. Alle, die davon Ahnung haben, sagen: Da wird wohl der Bagger kommen und alles plattmachen.“

Das einzig Positive: „Wir sind mit dem Leben davongekommen, das ist das Wichtigste“, sagt der Familienvater. Und dankt den Einsatzkräften und den Bürgern von Ellwerath: „Das Dorf hat sowas von zusammengehalten – das war wirklich gut. Jeder hat uns seine Hilfe angeboten.“

Die Brandursache bleibt unklar, die Kriminalinspektion Wittlich hat die Ermittlungen übernommen. Die kriminaltechnische Untersuchung, sagt Sprecherin Susanne Simonis, könne erst am Donnerstag vorgenommen werden, da zunächst noch nicht alle Gebäudeteile betretbar waren. Der Sachschaden ist immens, die Polizei rechnet ersten Schätzungen zufolge mit mehr als 100 000 Euro.

Quelle: www.volksfreund.de

28.08.2018 - Nach Gefahrstoff-Unfall in der Eifel - 100.000 Euro Schaden

Waxweiler. Nach dem Gefahrstoff-Unfall gestern auf der Autobahn 60 zwischen Bitburg und Prüm hatten die 100 Einsatzkräfte lange zu tun. Schadensbilanz: alles in allem rund 100 000 Euro.

Punkt Mitternacht, um 0 Uhr, sei der Großeinsatz an der Unfallstelle beendet gewesen, sagt der Prümer Wehrführer Lothar Bormann zum TV. Danach wurde die Autobahn wieder freigegeben, auch die Belastung auf den Umleitungsstraßen ging wieder auf normal zurück.

Etwa 100 Kräfte aus dem Eifelkreis waren 13 Stunden lag am Einsatzort in Höhe der Anschlussstelle Waxweiler tätig. Die Bergung der teils explosiven Materialien und des LKW-Gespanns hatte sich in die Länge gezogen, weil aus den Ladepapieren zunächst nicht ersichtlich war, um welche Stoffe es sich konkret gehandelt hatte. Gefährlich sei auch „der Mix der Stoffe in den verschiedenen Behältern“ gewesen, sagt Manfred Schuler von der Prümer Wehr. Ein Teil der Fässer und anderen Container sei fortgebracht worden, weitere Stoffe habe man aus den Behältern gefahrlos abpumpen können.

Das spanische LKW-Gespann, unterwegs von Barcelona nach Lüdenscheid, war am Dienstagmorgen am Ende der A 60-Baustelle ins Schleudern geraten und verunglückt. Nach Angaben der Polizei Prüm war der Fahrer vermutlich zu schnell unterwegs gewesen.

Es war nicht nur der bereits 276. Einsatz im laufenden Jahr für die Prümer Wehr, sondern auch der zweite nach einem Gefahrstoff-Unglück auf diesem Abschnitt der A 60 innerhalb von zwei Monaten: Ende Juni war in der Anschlussstelle Prüm ein Tanklaster umgekippt, beladen mit hochgiftigem Phenol, das in der Kunststoffherstellung verwendet wird (der TV berichtete). Auch damals dauerte die Bergung nahezu einen ganzen Tag.

Inzwischen kann die Polizei Prüm auch schätzen, was das alles kosten wird: Zwar sei der Schaden an der Ladung schlecht zu beziffern, sagt Hauptkommissar Walter Thibol. Aber an LKW und Anhänger dürften es 70 000 Euro sein. Hinzu kommen die Arbeiten an der Unfallstelle und die Bergung per Spezialkran: Damit belaufe sich die Gesamtsumme auf 100 000 Euro. 

Quelle: www.volksfreund.de

29.07.2018 - Suche nach vermisstem 19-jährigen Schwimmer in Trier geht heute weiter

Trier. Nach dem möglicherweise tödlichen Badeunfall vom Sonntag in Trier setzen die Rettungskräfte die Suche nach dem vermissten 19-jährigen Trierer am heutigen Montag fort. Der junge Mann hatte laut Stadtverwaltung versucht, die Mosel in Höhe des St.-Barbara-Ufers zu durchschwimmen, und war untergegangen.

Am Sonntagabend um 17.36 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Wasserrettungseinsatz unmittelbar gegenüber der Hauptwache der Berufsfeuerwehr auf die Mosel alarmiert. Michael Schmitz, Pressesprecher der Stadt Trier: „Zwei junge Männer aus dem Stadtgebiet wollten die Mosel von der Stadtseite auf die Westseite der Mosel durchschwimmen. Ziel war der Anleger des Ruderclubs in Trier-West. Nach etwa nach zwei Dritteln der Strecke verschwand plötzlich einer der beiden Männer und tauchte nicht mehr auf.“

Umgehend begannen die Suchmaßnahmen mit dem Rettungsboot St. Barbara der Berufsfeuerwehr auf der Mosel. Weitere Kräfte von Feuerwehr und Polizei durchkämmten die Uferbereiche von Römerbrücke bis Moselauen auf beiden Seiten. Im weiteren Verlauf wurde das größere Rettungsboot St. Petrus, das in der Wache II in Trier-Ehrang positioniert ist, fertig gemacht und zu Wasser gelassen. Zeitgleich trafen immer mehr Taucher der Wasserrettungseinheit der Berufsfeuerwehr ein. Während die Taucher auf der Mosel den Vermissten suchten, war der Rettungshubschrauber Christoph 10, der zufällig einen Einsatz in Trier beendet hatte, zur Mithilfe alarmiert worden. „Eine Wärmebildkamera kam jedoch nicht zu Einsatz, da die Mosel eine zu hohe Temperatur hat. Es würde nichts bringen“, so Schmitz. Der Hubschrauber kreiste etwa zwei Stunden über der Mosel, bevor er abbrechen musste zum Tanken. Sofort rückte der Rettungshubschrauber der Air Rescue aus Luxemburg an und unterstütze die Suche bis zum Einbruch der Dunkelheit.

Am späten Abend trafen weitere Taucher des Zivilschutzes aus Luxemburg und der Feuerwehr Bitburg ein. Insgesamt waren neun Taucher auf der Mosel im Einsatz. Systematisch wurden die Mosel und der Grund abgesucht.

Derzeit liegt der Flusspegel in Trier bei 2,17 Meter. Somit führt die Mosel durch die lange Trockenheit und die heißen Temperaturen leichtes Niedrigwasser. Das lockt die Menschen an Seen, Weiher und Flüsse. „Das Schwimmen in der Mosel ist generell nicht verboten, dennoch rate ich dazu ab“, sagt Schmitz. Behörden warnen immer wieder vor unberechenbaren Strömungen und der Sogwirkung von passierenden Schiffen. Im aktuellen Fall war wohl eine kleine Gruppe an die Mosel gekommen, um den heißen Sommertag dort zu verbringen. Dann nahm das Drama seinen Lauf. Notfallseelsorger aus der Stadt betreuten die Angehörigen vor Ort, darunter ein Kleinkind, das mit an der Mosel war.

Gegen 21 Uhr kam ein drittes Boot des Technischen Hilfswerks zur Unglückstelle und suchte die Mosel flussabwärts mit einem Sonargerät ab. Nach zwei Stunden stellte die Bootsbesatzung die Suche wegen der Dunkelheit ein. Die Taucher waren bis in die Nacht im Einsatz, um den vermissten 19-Jährigen zu finden.

Die Wasserschutzpolizei und die Polizei der Stadt sperrten die Uferbereiche weiträumig ab. Bis zum späten Abend kamen immer mehr Menschen, hofften und bangten, dass die Einsatzkräfte den jungen Mann finden würden. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Bürgermeisterin Elvira Garbes fortlaufend über den Stand der Dinge informiert. Die Suche wurde gegen 23.30 Uhr ergebnislos abgebrochen, der Mann wurde nicht gefunden.

Im Einsatz waren etwa 60 Kräfte der Berufsfeuerwehr Trier Wache 1 und 2 sowie der Führungsdienst. Insgesamt beteiligten sich über ein Dutzend Taucher der Berufsfeuerwehr Trier, des Zivilschutzes aus Luxemburg und der Feuerwehr Bitburg. Außerdem im Einsatz: das THW Trier und die Malteser Trier, Rettungswagen der Berufsfeuerwehr, der Malteser Welschbillig und des DRK Konz, die Schnelle Einsatzgruppe, der Notarzt Trier sowie die Hubschrauber Christoph 10 und Air Rescue Luxemburg, zudem die Polizei und Wasserschutzpolizei Trier. Die Hauptwache der Feuerwehr wurde während des Einsatzes durch den Löschzug Olewig besetzt.

Die Suche nach dem Vermissten wird am heutigen Montag fortgesetzt.

Quelle: www.volksfreund.de