Feuerwehr Bitburg

11.01.2017 - Fehlalarme, die Katze unterm Dach und eine tolle Erfindung

Manfred Burbach, Wehrleiter der Bitburger Freiwilligen Feuerwehr, berichtet aus dem Jahr 2016

(Bitburg) Sie haben Brände gelöscht, Unfallopfer gerettet und eine Katze aufgespürt: 248 Mal ist die Freiwillige Feuerwehr Bitburg im Jahr 2016 ausgerückt. Aber auch Personalmangel durch eine veränderte Lebenswelt, das Hochwasser im Juni und Fehlalarme haben die Helfer beschäftigt.

Bitburg. "Unser größtes Problem sind die Brandmeldeanlagen", sagt Wehrleiter Manfred Burbach. 46 Brandmeldealarme erreichten die Feuerwehr Bitburg im vergangenen Jahr, nur in drei Fällen hat es tatsächlich gebrannt. Bis jemand Entwarnung gebe, müssten sie allerdings von einer realen Gefahr ausgehen und ausrücken. Auch im privaten Bereich gibt es Fehlalarme durch Rauchmelder. Trotzdem hält Burbach die Geräte für eine "ganz tolle Erfindung". "Die Rauchmelderpflicht trägt wirklich dazu bei, dass Feuer schneller erkannt werden", sagt der Wehrleiter, "die Leute werden wach und können aus dem Gebäude raus - das ist sehr, sehr sinnvoll." Nicht nur für Brände ist die Feuerwehr zuständig.

Die freiwilligen Helfer haben im vergangenen Jahr außerdem Unfallopfer aus ihren Autos befreit und während der schweren Unwetter im Juni Keller ausgepumpt, Bäume von Straßen geräumt und Dämme gebaut. "Allein im Juni hatten wir rund 25 Einsätze", sagt Burbach.

Außerdem haben sie nach dem Rechten gesehen, wenn sich Menschen um2 ihre ältere Nachbarin sorgten, die die Jalousien noch nicht geöffnet hatte, und vermisste Haustiere aufgespürt - zum Beispiel eine vermisste Katze aus einer Dachgeschosswohnung. Zunächst hätten sie sie noch miauen gehört, später nicht mehr. "Wir dachten schon, die sei über die Dachterrasse durch die Regenrinne den Kanal runter - wir haben alles zerlegt und schon mit dem Klärwerk telefoniert", erzählt Burbach. Schließlich hätten sie das verängstigte Tier entdeckt - zwischen den Dachziegeln und der Verkleidung. Das größte Problem ist laut Burbach seit Jahren der Personalmangel. Das liege nicht an fehlendem Nachwuchs, sondern an der veränderten Lebenswelt der Menschen. "Die Leute sitzen heute nicht mehr zu Hause und warten, bis der Piepser geht." Viele besuchten abends und am Wochenende Freunde, die weiter weg wohnten und könnten deshalb nicht zum Einsatzort kommen. "Heute müssen wir viermal so viele Leute alarmieren, damit genug da sind - früher waren es nur zweimal so viele", erklärt der Wehrleiter.

Wenn Menschenleben in Gefahr seien, würden 120 Leute alarmiert. "Wenn dann 30 kommen, stehen wir gut da." Immer wieder zögen außerdem Mitglieder aus beruflichen oder privaten Gründen ganz aus Bitburg weg. An Anziehungskraft fehlt es der Feuerwehr laut Burbach nicht. "Das Größte bei der Feuerwehr ist die Gemeinschaft", sagt er. Es sei immer was los und die Hilfsbereitschaft - auch untereinander - sei riesig. Das ist für Manfred Burbach auch das wichtigste Ziel eines Feuerwehrmanns: anderen Menschen zu helfen.

Extra

Zahlen: 184 Feuerwehrleute arbeiten in den sechs Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Bitburg - 170 Männer und 14 Frauen. Nur drei von ihnen sind fest angestellt, für die anderen ist das Brände löschen und Menschen retten ein Hobby. Rund 100 Helfer dürfen Atemschutzgeräte tragen, sich also in ein brennendes Gebäude begeben. Diese speziell ausgebildeten Kräfte müssen sich regelmäßig fortbilden und ihre Fitness ärztlich überprüfen lassen.

Quelle: www.volksfreund.de



 

07.01.2017 - 1100 Partygäste rocken in der Bitburger Stadthalle und feiern bis zum Morgen

(Bitburg) "Die Welt ist ernst genug, Spaß zu haben ist auch wichtig und tut gut", so ein Partygast auf der Ü30-Party in der proppenvollen Stadthalle Bitburg. Und Spaß hatten die Gäste bei der Veranstaltung der Feuerwehr Bitburg am Samstagabend ganz bestimmt.

Rund 1100 Gäste kamen nach Angaben des Veranstalters über den Abend verteilt, tanzten und feierten die ganze Nacht hindurch. Spätestens bei "Hells Bells" von AC/DC bebte der Saal, flogen Frisuren wild hin und her und die Stadthalle wurde zum Rockpalast. Der Veranstalter, die Feuerwehr Bitburg, freute sich mit den Gästen über die tolle Stimmung. Im Gegensatz zu den Vorjahren klappte auch das Catering in diesem Jahr reibungslos und vorbildlich und sorgte am Ende für zufriedene Gesichter bei Gästen und Veranstalter.

Quelle: www.volksfreund.de

28.12.2016 - Polizei vermutet Brandstiftung: Ehemalige Obdachlosenunterkunft und mehrere Kleidercontainer brennen in Bitburg ab

(Bitburg) Eine ehemalige Obdachlosenunterkunft und mehrere Kleidercontainer haben in der Nacht zum Mittwoch in Bitburg gebrannt. Die Polizei vermutet, dass jemand die Feuer gelegt hat, und geht davon aus, dass zwischen den drei Fällen ein Zusammenhang besteht.

Mitten in der Nacht fällt in der Feuerwache in der Mötscher Straße in Bitburg der Strom aus. Die Bewohner der Wache nehmen Brandgeruch wahr. Zur gleichen Zeit meldet ein Autofahrer einer Polizeistreife ein Feuer. Ein altes, baufälliges Gebäude direkt hinter der Feuerwache steht in Flammen. Die weiße Rauchsäule sei 60 bis 70 Meter hoch und von Weitem sichtbar gewesen, berichtet ein Augenzeuge. 

Die Feuerwehr ist schnell vor Ort.„Wir hätten die Löschfahrzeuge rausschieben können“, sagt einer der Männer, die den Brand gelöscht haben. Verletzt wird niemand, das Haus steht laut Stadt-Pressesprecher Werner Krämer seit Mai 2013 leer. Die Feuerwehr hat den Brand schnell unter Kontrolle, entscheidet aber, das Gebäude abzureißen, „da sie die Brandnester sonst nicht unter Kontrolle bekommen hätte“, sagt Otmar Kaufmann von der Polizei Bitburg. Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) reißen das Haus noch in der Nacht ein.

Die Feuerwehrleute haben den Brand der ehemaligen Obdachlosenunterkunft noch nicht vollständig gelöscht, als sie um 2.25 Uhr schon zum nächsten Feuer gerufen werden. Auf dem Parkplatz des benachbarten Rewe-Markts – nur knapp 200 Meter von der Einsatzstelle entfernt – stehen Kleidercontainer in Flammen. Auch dieser Brand ist schnell gelöscht. Sofort kommt der Verdacht auf, dass ein Feuerteufel unterwegs sein könnte. Die Polizei Bitburg bestätigt am Mittwochmorgen, dass sie in beiden Fällen von Brandstiftung ausgehe. „Die Container in der Mötscher Straße sind nicht miteinander verbunden und trotzdem sind alle ausgebrannt“, sagt Kaufmann. Deshalb gehe die Polizei davon aus, dass der Täter Brandbeschleuniger verwendet habe. In dem ausgebrannten Gebäude sei ebenfalls nichts gewesen, dass sich von selbst hätte entzünden können.

Am Mittwochvormittag um 11 Uhr entdeckt Manfred Burbach, der Leiter der freiwilligen Feuerwehr Bitburg, einen weiteren ausgebrannten Kleidercontainer in der Güterstraße neben der Eisbahn. Einer von drei Containern sei dort ausgebrannt, sagt er. Die Polizei Bitburg vermutet einen Zusammenhang zwischen allen drei Bränden. Die Löscharbeiten bei der ehemaligen Obdachlosenunterkunft dauerten bis etwa 6 Uhr am Mittwochmorgen.

Im Einsatz waren die Feuerwehr Bitburg mit 50 Einsatzkräften aus allen umliegenden Stadtteilen, das THW Bitburg, zwei Rettungsfahrzeuge mit sechs Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes und die Polizei Bitburg.

Die Polizei sucht im Zusammenhang mit den Bränden zwei Männer. Kurz vor dem Brand der ehemaligen Obdachlosenunterkunft haben Zeugen dort einen etwa 1,80 Meter großen Mann mit kräftiger Statur gesehen. Außerdem wird ein 16 bis 25 Jahre alter Mann mit einem schwarzen Rennrad gesucht, der laut Otmar Kaufmann vor einem Streifenwagen geflüchtet sei. Er soll 1,70 bis 1,83 Meter groß sein und eine dunkelgraue Weste mit Kapuze und einen dunkelgrünen Rucksack getragen haben – eventuell mit Tarnmuster. Sein Rennrad soll mit einem auffällig grün leuchtenden Rücklicht ausgestattet sein.

Die Polizei Bitburg bittet um Hinweise unter Telefon 06561/96850.

Extra 

Die ehemalige Unterkunft für Obdachlose ist die zweite in Bitburg, die in diesem Jahr gebrannt hat. Im Oktober war im Keller des Obdachlosenheims in der Mötscher Straße ein Feuer ausgebrochen. Das nun abgebrannte Haus diente nicht mehr als Unterkunft. In Bitburg seien insgesamt 25 Obdachlose in zwei Häusern untergebracht, sagt Pressesprecher Werner Krämer.

Quelle: www.volksfreund.de

 

30.12.2016 - Wehren löschen Brand in Gindorfer Wohnhaus

(Gindorf/Emmelbaum) Mehr als 80 Feuerwehrleute haben am Freitagabend einen Dachstuhlbrand an einem Wohnhaus in Gindorf gelöscht. Beim Feuer wurde niemand verletzt. Der Schaden am Haus ist jedoch immens.

Der Dachstuhl brennt lichterloh. Meterhohe Flammen schlagen in die Höhe. Dieses Bild bietet sich den Feuerwehrleuten, als sie am Freitag gegen 22.30 Uhr an einem Wohnhaus in Gindorf eintreffen. Umgehend wird die Drehleiter der Feuerwehr Bitburg zur Einsatzstelle nachalarmiert. Rund 80 Feuerwehrkräfte verschiedener Wehren sind nach Angaben der Polizei im Einsatz, zudem weitere Rettungskräfte des DRK.

Der Alarm ist gegen 22.20 Uhr von dem Hausbewohner, der selbst bei der freiwilligen Feuerwehr ist, umgehend nach Entdeckung des Brandes ausgelöst worden. Die Einsatzkräfte aus Gindorf, Badem, Kyllburg und Bitburg haben bei klirrender Kälte den Brand rasch unter Kontrolle und können einen noch größeren Schaden an dem Gebäude und ein Übergreifen auf das direkt angrenzende Wohnhaus verhindern. Der Einsatz dauert bis nach Mitternacht. Die Bewohner des Hauses werden noch während der Löscharbeiten auf Verdacht einer Rauchgasvergiftung untersucht, bleiben aber nach Angaben von Klaus-Peter Dimmer, Wehrleiter der VG Bitburger Land, unverletzt. Doch das Wohnhaus ist vorerst nicht mehr bewohnbar: Neben dem Dach sind mehrere Räume zerstört. Als Brandursache vermutet die Polizei einen Defekt an einem Kachelofen mit Zuglüftung.

Den Schaden schätzt sie auf 50?000 Euro. Mit einem weitaus harmloseren Brand haben es die Wehrleute am Freitag gegen 13.30 Uhr in Emmelbaum bei Neuerburg zu tun. Ein Geräteschuppen steht laut Polizei aus bislang ungeklärter Ursache in Flammen. Feuerwehren aus Emmelbaum und Ammeldingen löschen den Brand. Da sich im Geräteschuppen mehrere Tischlermaschinen befinden, entsteht ein Sachschaden im fünfstelligen Bereich. Erkenntnisse zur Brandursache liegen laut Polizei bisher noch nicht vor. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen übernommen.

Quelle: www.volksfreund.de

21.12.2016 - Baggerfahrer reißt Gasleitung in der Bitburger Denkmalstraße auf: Feuerwehr evakuiert Wohnhäuser und Geschäfte

(Bitburg) Ein Baggerfahrer hat am Mittwochnachmittag in der Bitburger Denkmalstraße eine Gasleitung beschädigt und damit einen Großalarm ausgelöst. Mehr als 50 Einsatzkräfte rückten an, um die Denkmalstraße und Umgebung abzusperren und zu räumen.

„Plötzlich zischte es“, sagt ein Bauarbeiter, der am Mittwochnachmittag mit Kollegen dabei war, in der Bitburger Denkmalstraße einen Kanal auszuheben. „Es hat sofort nach Gas gerochen. Unser Baggerfahrer hat eine Leitung aufgerissen. In den Plänen war die nur grob eingezeichnet.“ Solch ein Malheur passiere recht häufig, meint der Bauarbeiter. „Ich habe das Leck selbst provisorisch gestopft, indem ich den Stiel einer Schaufel reingepresst habe. Dann habe ich die Stadtwerke angerufen“, sagt er weiter. Eine echte Gefahr habe an der Baustelle unterhalb des Pferdemarktes seiner Meinung nach zu keiner Zeit bestanden.

30 Menschen evakuiert

Die 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei, des Technischem Hilfswerks sowie des Deutschen Roten Kreuzes, die um 15.25 Uhr wegen eben diesem Gasalarm in die Denkmalstraße ausrücken mussten, sehen das anders. „Gas ist explosiv. Je nach Wetterlage, wenn es stickig ist, kann das schnell mal anders ausgehen“, sagt Wehrleiter Manfred Burbach, der als Einsatzleiter die 45 Feuerwehrleute der Löschzüge Bitburg, Mötsch, Masholder und Stahl koordiniert hat.

Burbach: „Wir haben etwa 30 Leute aus Wohnhäusern und Geschäften in der Umgebung evakuiert.“ Da das St.-Willibrord-Gymnasium außerhalb der 50-Meter-Zone gelegen habe, sei die Schule nicht geräumt worden. Der Unterricht sei eh beendet gewesen, sagt Burbach, im Schulgebäude hätten sich nur noch wenige Schüler einer Musik-AG befunden.

Doch die Metzgerei, Bäckerei und auch der Friseursalon in der Nähe der Baustelle wurden komplett evakuiert, ebenso wie zehn Wohnhäuser. Vier Beamte der Polizeiinspektion Bitburg sperrten die Denkmalstraße oben an der Einmündung der Erdorfer Straße ab. Die Feuerwehr machte die Straße von unten her, ab dem Parkhaus Annenhof, dicht. Auch die Seitengassen wurden mit Flatterband abgeriegelt. Weder Fußgänger noch Autofahrer konnten die Gefahrenzone passieren.

Kurz nach 16 Uhr hatten Mitarbeiter der Stadtwerke Trier die Gasleitung dann fachmännisch abgeklemmt. Die Feuerwehr checkte mit Gasmessgeräten noch die Räume der umliegenden Gebäude. Gegen 16.30 Uhr war der Einsatz beendet. Die Einsatzkräfte rückten ab und die Denkmalstraße wurde wieder für den verkehr freigegeben. Zurück blieben SWT-Mitarbeiter, welche die armdicke Gasleitung, die der Baggerfahrer durchtrennt hatte, flicken mussten. Gefahr besteht, nachdem das Leck gefunden und gesichert wurde, nicht mehr. Die kurzfristige Evakuierung der Häuser im direkten Umkreis der Schadensstelle war eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Extra: Fehlalarm
2016 gab es in der Bitburger Innenstadt zwei Großeinsätze wegen Gasgeruchs. Am Samstag, 22. Oktober, wurden die Einsatzkräfte in die Bitburger Hauptstraße gerufen. Anwohner hatten einen massiven Gasgeruch im Keller eines Restaurants wahrgenommen. Am Freitag, 11. November, meldeten Anwohner der Josef-Niederprüm-Straße einen Gasgeruch in der Fußgängerzone. Doch in beiden Fällen konnten die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mit ihren Messgeräten kein austretendes Erdgas nachweisen, weshalb es sich in beiden Fällen um Fehlalarmierungen gehandelt haben soll.

Quelle: www.volksfreund.de