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Feuerwehr Bitburg

01.06.2018 - Blitze, Donner, Wassermassen

Bitburg/Prüm. Mehr als 1000 Einsatzkräfte haben im gesamten Eifelkreis gegen die Folgen der starken Regenfälle gekämpft. Zwei Züge sind entgleist und zahlreiche Häuser komplett überschwemmt worden. Die Feuerwehr hat mehrere Menschen gerettet.

Das Unwetter vom frühen Freitagmorgen hat die Eifel schwer getroffen: Im nahezu gesamten Eifelkreis Bitburg-Prüm waren die Retter seit etwa zwei Uhr im Einsatz. Die Kreisverwaltung rief angesichts der „großen Schäden“ in allen Verbandsgemeinden bis auf Speicher den Katastrophenfall aus. „Eine solche Situation hatten wir noch nie“, sagte Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch.

In Bitburg-Erdorf und in Wilsecker, so Werner Konrad vom Technischen Hilfswerk (THW) in Bitburg, seien zwei Züge entgleist. Regen und Flüsse hatten Geröll auf die Schienen gespült. Die THW-Leute waren, nachdem sie zunächst im Raum Bitburg zu mehreren Einsätzen mussten, mit rund zwölf Helfern und drei Fahrzeugen nach Prüm gekommen, um dort Unterstützung zu leisten. In einigen Orten ging es dramatisch zu: Etliche Bäche und Flüsse verwandelten sich minutenschnell in reißende Ströme und überschwemmten ganze Landschaften. „Wasser von oben bis unten, einmal quer durch die Verbandsgemeinde“, sagte Alexander Thiel, der Wehrleiter der VG Prüm. Zum Beispiel in Pronsfeld: Dort retteten die Wehrleute aus Hillesheim und Prüm am Morgen vier Menschen aus einem Haus, das in der Habscheider Straße unter Wasser stand. „Alles gut, kein Problem“, sagte Jürgen Mathar, Zugführer der Hillesheimer Wehr, die den Kameraden in der VG Prüm zu Hilfe geeilt war. „Die Leute haben sich bedankt und applaudiert.“

Michael Müller konnte sich aus seiner Wohnung im Erdgeschoss selbst befreien: Alles sei unheimlich schnell gegangen, sagt er. „Ich hab das Wasser kommen sehen, da war die Hälfte der Wiese schon überflutet.“ Kurz darauf stand er bis zum Bauch im Wasser. Ortsbürgermeister Harald Urfels blickte bestürzt auf die Situation in seinem Dorf: „Mit einem Wort zusammengefasst: Scheiße. Mir tun die Anwohner unheimlich leid.“ Jetzt müsse man schauen, wie man ihnen helfen könne. Auch in Prüm mussten Bürger aus ihren Häusern befreit werden.

In Pittenbach, sagte Mario Kolf von der örtlichen Feuerwehr, habe der Blitz in ein Stalldach eingeschlagen. „Da ist jetzt ein Loch drin.“ Die Hauptstraße war zeitweise überflutet, das Wasser lief in Keller, Garagen und Wohnungen. Bürger und Einsatzkräfte versuchten, der Fluten mit Sandsäcken Herr zu werden.

Auch in Biersdorf gab es Überschwemmungen und am Stausee muss in den kommenden Tagen vermehrt Wasser abgelassen werden. Gefahr besteht laut Larisch jedoch nicht. Der Staudamm des Sees sei sowohl von einem Baufachberater des THW als auch vom Betreiber, dem Zweckverband, geprüft worden. Alle Ortschaften, die unterhalb des Stausees liegen, wurden gewarnt.

Katastrophal entwickelte sich die Lage im Eifel-Zoo Lünebach. Dort wurde die gesamte Anlage von den Fluten des Bierbachs überschwemmt (siehe Bericht auf Seite 3). Jörg Schon von der Polizei Prüm bestätigte am Mittag gegenüber dem TV, dass der aus seinem Gehege entkommene Kragenbär von einem Jäger erlegt worden sei. In der Nähe des Zoos verursachte der Bierbach unter anderem einen Erdrutsch, an der Geländekante bildete sich ein Wasserfall.

In Mauel in der Verbandsgemeinde Arzfeld überschwemmte die Prüm den Campingplatz, 150 Menschen waren vom Wasser eingeschlossen. In Bleialf lag das gesamte Gelände um das Besucherbergwerk unter Wasser, darunter auch die Wigwamhütten im Ferienlager. „Stark betroffen sind die Wohngebäude des Ortsteils Hamburg. Da standen einige Erdgeschosse unter Wasser“, sagte Aloysius Söhngen, Bürgermeister der VG Prüm. Ein Mensch habe auch dort aus einem Haus gerettet werden müssen. Auch das Besucherbergwerk sei stark geschädigt.

Überschwemmungen gab es auch in zahlreichen anderen Orten, so stand Habscheid-Hollnich am Morgen ebenfalls unter Wasser. Dort konnten sich die Bürger aus einem komplett von Wasser umschlossenen Haus befreien. Zwischen vier und acht Uhr hatte Tobias Kickertz, der bei der Feuerwehr Prüm alles koordinierte, bereits 80 Einsätze gezählt, mehr als 200 Kräfte waren unterwegs, um den Bürgern zu helfen. In den Verbandsgemeinden Arzfeld und Prüm, sagte Karl-Heinz Rach, Chef der Straßenmeisterei Prüm, habe man am Morgen 14 Straßen sperren müssen.

Ebenso viele Feuerwehrleute wie in der VG Prüm waren zu Spitzenzeiten in der VG Südeifel unterwegs. Sie rückten nach Angaben von Joachim Hönel, Pressesprecher der Feuerwehr VG Südeifel, zu weit mehr als 100 Einsätzen aus.

Mehr Glück hatten die Menschen in der VG Speicher. Hier richteten die Regenfälle vergleichsweise wenig Schaden an. Die Feuerwehren eilten in 15 Orte, um vollgelaufene Keller von den Wassermassen zu befreien. „Dabei hat sich ein Feuerwehrmann leicht verletzt“, sagt Arnold Faber, der Speicherer Wehrleiter. Da die Lage am Vormittag ruhig gewesen sei, konnten einige Wehrleute aus Speicher in die umliegenden Verbandsgemeinden fahren, um dort Sandsäcke zu überschwemmten Ufern zu transportieren und ihre Kollegen zu unterstützen.

Am späten Nachmittag, als noch immer überall die Retter unterwegs waren, stand für Aloysius Söhngen fest: „So einen umfangreichen Einsatz hatten wir noch nicht.“ Wie hoch die Schäden sind – noch kann es niemand sagen. „Aber unsere Einsatzkräfte haben richtig gute Arbeit geleistet.“

Auch Landrat Joachim Streit ist mit der Leistung der Einsatzkräfte, die vom neuen Katastrophenschutzzentrum in Bitburg aus koordiniert wurden, zufrieden: „Wir hatten die Lage immer im Griff.“ Nun müsse man beobachten, ob es wieder regnet und die Flüsse weiter anschwellen.

Sicher ist bereits: Der Natupark-Wandertag am Sonntag fällt ins Wasser, da das Gebiet rund um den Biersdorfer See überschwemmt ist. Und auch die Einweihungsfeier anlässlich der Renaturierung des Kannenbachs in Biersdorf, die für Samstag angekündigt war, wurde abgesagt, ebenso die Rocknacht am Stausee, die am Samstagabend stattfinden sollte. Die Einsatzkräfte werden in den kommenden Tagen noch viel zu tun haben. Denn die Pegelstände von Nims, Prüm und Kyll  stiegen am Freitagabend weiter an. Daher wurden Sandsäcke aufgetürmt, die vor Überschwemmungen schützen sollen.

Quelle: www.volksfreund.de
Bild: www.blaulicht-trier.de

 

21.05.2018 - aktuelle Information:

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

in der aktuellen schwierigen Situation ist es uns als ihre Feuerwehr wichtig, dass keine falschen Fakten unsere ehrenamtliche Arbeit schlecht machen oder den Ruf der Feuerwehr schädigen.

Die Bevölkerung kann sich auf unsere Arbeit auch weiterhin verlassen!

Wir werden sie nicht im Stich lassen!

Das ist nicht unser Anliegen!

Aber warum heulen seit Ende 2016 in der Stadt wieder die Sirenen?

Einfach erklärt:
Vor 10 Jahren wurde aus Kostengründen der Bereitschaftsdienst bereits von 2 Personen pro Schicht auf 1 Person reduziert. Bis zum 01. Oktober 2016 war immer ein Mitglied der Feuerwehr rund um die Uhr als Gruppenführer, Maschinist und Fahrer des 1. Einsatzfahrzeuges in Bereitschaft. Laut Ihren Verträgen mit der Stadt Bitburg erhielten die Bereitschaftler für diesen Dienst ca. 1 Euro pro Stunde!

Da die Bereitschaftszeit als Arbeitszeit zu werten ist, wurde seitens der Bereitschaftler um eine Erhöhung gebeten. Von der Verwaltung wurde eine gerichtliche Klärung gewünscht. Die bestehenden Verträge mit den Beteiligten wurden zum 30. September 2016 einseitig durch die Stadt gekündigt, ohne mit den Feuerwehrmännern zu sprechen.

Infolge dessen war zum 01. Oktober 2016 die Bereitschaft der Feuerwehr durch die Stadt gekündigt.

Ohne Informationen seitens der Stadt, hat die Feuerwehr auf der öffentlichen Homepage der Stadt Bitburg per Zufall einen Beschluss des Stadtrates gefunden, in dem der Bereitschaftsdienst pro Stunde mit ca. 1,90 Euro  vergütet werden soll. Bis heute gab es kein schriftliches Angebot seitens der Stadt, dass diesen Stadtratsbeschluss hätte ausfüllen können. Der Bürgermeister teilte mündlich mit, das jeder der die Voraussetzungen erfülle den Dienst antreten könne. Es meldete sich niemand zu diesen Konditionen.

Die Wehrleitung hat sich mehrfach schriftlich, wie mündlich um den Weiterbestand der Bereitschaft eingesetzt. Leider jedoch ohne Erfolg.

Durch diesen Wegfall der Bereitschaftsdienste erhöht sich die Ausrückzeit aus verschiedenen Gründen.

Um die Sicherheit der Bürger/-innen trotzdem zu gewährleisten, wurde deshalb die Alarmierung in allen Bereichen erhöht, in denen eine akute Gefahr für Leib und Leben vermutet werden muss. Laut der bestehenden Alarm- und Ausrückeordnung der Stadt Bitburg ist die Sirenenalarmierung für diesen Fall vorgesehen.

Die jetzige Alarmierung ist die geringste Form, welche durch die Wehrleitung noch zu verantworten ist. Die Wehrleitung hat die rechtliche Verantwortung, dies geht hin bis zur privaten Haftung dieser Person.

Bei Änderungen entgegen der fachlichen Beurteilung der Wehrleitung müsste der Bürgermeister diese Verantwortung schriftlich übernehmen. Dies ist bis jetzt nicht geschehen.

Seitens der Äusserungen verschiedener Stadträte scheint die Feuerwehr die Sirenenalarmierung als Druckmittel zu nutzen, um die Öffentlichkeit über vorhandene Missstände zu informieren.

Dies stimmt nicht!

Wir stehen Ihnen Rede und Antwort, vernünftig, sachlich, argumentativ und belegen unseren Vortrag. Sprechen Sie uns an.

Feuerwehr Bitburg

15.05.2018 - Dichter Qualm aus Bitburger Spielhalle löst Feuerwehreinsatz aus

Bitburg. Am frühen Morgen kurz vor drei Uhr dringt dicker Qualm aus der Spielhalle in der Mötscher Straße in Bitburg. Die Feuerwehr wird gerufen. Doch der Rauch entpuppt sich als Nebel. Die genaue Ursache ist noch unklar.

Ein Einbruchalarm war Dienstag kurz vor drei Uhr in der Früh in der Mötscher Straße in Bitburg ausgelöst worden, teilt die Polizei Bitburg mit. Beim Eintreffen der Polizei drangen aus den gekippten Fenstern einer Spielhalle im Erdgeschoss Rauchschwaden. Da sich in dem Gebäude neben Wohnungen mehrere Gewerke, darunter eine Spielhalle und ein Supermarkt befinden, wurden neben der Feuerwehr Stadtmitte auch die Wehren aus Mötsch und Masholder zusammen mit dem Rettungsdienst des DRK alarmiert. Beim Eintreffen stellte Wehrleiter Manfred Burbach schnell fest, dass es sich bei dem austretenden Rauch um Nebel und nicht durch ein Feuer verursachten Rauch handelte. Die Wehren konnten den Einsatz abbrechen. Da die Eigentümerin nicht erreichbar war, drangen die Feuerwehrleute im Beisein der Polizei durch eines der gekippten Fenster in das Gebäude ein, um der Sache auf den Grund zu gehen und zu lüften. Im Einsatz waren die Feuerwehren Bitburg-Stadtmitte, Mötsch und Masholder mit rund 50 Einsatzkräften zusammen mit dem DRK und der Polizei Bitburg.

Quelle: www.volksfreund.de

21.05.2018 - Explosion in der Bitburger Innenstadt - Zwei Menschen verletzt

Bitburg. In der Stadtmitte von Bitburg gab es am Pfingstmontag eine Explosion. Zwei Menschen wurden dabei verletzt, einer davon schwer. Über 90 Rettungskräfte haben den Brand unter Kontrolle gebracht.

Großalarm am Pfingstmontag in Bitburg: Gegen 9.56 Uhr ging die Erstmeldung bei der Feuerwehr ein - eine Gasexplosion in Bitburg in der Straße „Alte Gerberei“ wurde gemeldet. Da sich im Umfeld der Adresse neben mehreren Gewerbebetrieben unter anderem auch ein soziotherapeutisches Wohnheim und mehrere Mietwohnungen befinden, wurde Großalarm für die Feuerwehren Bitburg Stadtmitte, Mötsch, Stahl, Matzen, Masholder und Erdorf ausgelöst.

Beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte drang Rauch aus Fenstern im ersten Stock. Die Wehren fanden in der brennenden Wohnung vier Menschen. Zwei Menschen wurden bei dem Brand verletzt und umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Nach Auskunft von Bürgermeister Joachim Kandels steht die Explosion in der Wohnung nicht in Zusammenhang mit der Haus-Gasversorgung. Den Verdacht, dass die Explosion durch eine Reinigungsdruckflasche ausgelöst wurde, konnte die Einsatzleitung am Morgen nicht bestätigen. Zur Ermittlung der genauen Ursache wurde die Polizei Bitburg eingeschaltet.

Nach Aussage von Bürgermeister Joachim Kandels bestand dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehren zu keiner Zeit Gefahr für weitere Bewohner und das in direkter Nachbarschaft stehende Wohnheim der AWO. Gegen 10.17 Uhr hatte die Wehr den Brand unter Kontrolle.

Im Einsatz waren rund 81 Kräfte der Feuerwehr, ein Notarzt, das THW Bitburg, 13 Rettungskräfte des DRK zusammen mit der Polizei Bitburg.

Quelle: www.volksfreund.de

 

12.05.2018 - Drei Verletzte nach Kreuzungsunfall bei Biersdorf

Biersdorf-Ließem. Bei einem heftigen Zusammenstoß zwischen zwei Autos sind am frühen Samstagabend zwei Personen schwer und eine leicht verletzt worden.

Gegen 17.30 Uhr hatte nach Polizeiangaben der Fahrer eines Seat Altea über die L7 von Biersdorf kommend beim Abbiegen auf die L12 einen aus Richtung Oberweiler herannahenden Mercedes übersehen. Im Kreuzungsbereich krachte der Mercedes mit voller Wucht in die Fahrerseite des Vans. Der Seat kippte durch die Wucht des Aufpralls auf die Beifahrerseite und landete im Anschluss wieder auf allen vier Rädern. Zwei der Insassen in dem Seat, darunter auch ein Kleinkind, zogen sich hierbei schwere Verletzungen zu. Eine Person verletzte sich bei dem Aufprall leicht. Alle Verletzten wurden nach der Erstversorgung an der Unfallstelle in ein Krankenhaus gebracht.

Im Einsatz waren die Feuerwehr aus Biersdorf und Bitburg Stadtmitte, vier RTW des DRK Bitburg, ein Notarzt und die Polizei Bitburg. An dem Seat entstand Totalschaden, an dem Mercedes hoher Sachschaden.

Quelle: www.volksfreund.de