Feuerwehr Bitburg

28.05.2015 - Brand auf Bitburger Recyclinghof: Drei Menschen leicht verletzt

(Bitburg) Auf dem Gelände eines Recyclingunternehmens in Bitburg brach am Donnerstagmorgen ein Feuer aus. Drei Menschen wurden bei dem Brand leicht verletzt.

Bitburg. "Die Mitarbeiter des Recyclingunternehmens haben vorbildlich reagiert und dadurch Schlimmeres verhindern können", sagt der Wehrleiter Manfred Burbach. Nach Angaben von Coskun Tüze, Geschäftsführer der BRG Baudienstleistungen und Recycling GmbH, war es am frühen Donnerstagmorgen gegen 6.30 Uhr im Außenbereich zu einem Brand beim Anlaufen einer Recyclinganlage zur Mülltrennung von Metallen gekommen.

"Unter Umständen hat sich eine nicht vorschriftsmäßig entleerte Spraydose unter den Metallen im Außenbereich entzündet", sagt Tüze. Die Mitarbeiter bemerkten den Brand sofort und versuchten noch vor Eintreffen der Feuerwehr den Schadensbereich einzugrenzen und den Brand zu löschen. Feuerwehr und THW gelang es im Anschluss den Brand rasch unter Kontrolle zu bringen, so dass kein Schaden entstand. Drei Mitarbeiter des Unternehmens wurden vom DRK versorgt und vorsorglich mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Die insgesamt 55 Einsatzkräfte konnten kurz vor 8 Uhr wieder abrücken.

Quelle: www.volksfreund.de

08.05.2015 - 84-Jährige in der Bitburger Fußgängerzone angefahren und schwer verletzt

(Bitburg) Mitten in der Bitburger Fußgängerzone ist eine 84-jährige Frau bei einem Unfall schwer verletzt worden. Ein Lieferwagen hatte sie offenbar beim Rückwärtsfahren übersehen und angefahren.

Die Dame aus der Bäckerei ringt nach Worten. Sie ist immer noch geschockt von dem, was gerade mitten in der Bitburger Fußgängerzone zwischen der Bäckerei und dem Kaufhaus Messerich passiert ist.

Der Fahrer eines kleinen weißen Lieferwagens mit Wittlicher Kennzeichen rollte rückwärts im Schritttempo in der Fußgängerzone, erzählt die Frau. Eine ältere Dame war in die andere Richtung unterwegs. „Ich bin noch raus gerannt und habe geschrieen 'Stopp, Stopp', aber niemand hat mich gehört. Wir konnten nichts mehr machen, das Auto hat sie erfasst,“ erzählt die Zeugin.

Der Bereich zwischen Messerich und Bäckerei ist abgesperrt. Viele Menschen stehen in der Fußgängerzone und beobachten das Geschehen bestürzt. Die Einsatzkräfte aus drei Rettungswagen, zwei Feuerwehrautos und einem Polizeiwagen heben das Fahrzeug mit einem Gabelstapler an.

Etwa eine halbe Stunde dauert es, bis sie die Frau befreit haben. „Das hat so lange gedauert, weil wir die Feuerwehr rufen mussten, um die Frau zu befreien,“ sagt eine Polizistin und fügt hinzu: „Die Frau ist schwer verletzt und wird jetzt in das Bitburger Krankenhaus gefahren.“

Die Polizei Bitburg (06561/96850) sucht Zeugen des Unfalls.

Quelle: www.volksfreund.de

Kleine und große Unglücke

(Bitburg) Brände, Verkehrsunfälle, Selbstmorde: Rund 225 Mal ist die freiwillige Feuerwehr vergangenes Jahr bislang ausgerückt. Wehrleiter Manfred Burbach spricht darüber, was seine Männer leisten und wie sie ihre Erlebnisse verarbeiten.

Bitburg. Immer mehr Notfalltüröffnungen, extremere Unwetter und immer mehr Bürokratie - resümiert der Wehrleiter der freiwilligen Feuerwehr Bitburg, Manfred Burbach das Jahr 2014.
Insgesamt wurden die ehrenamtlichen Helfer rund 225 Mal gerufen: 26 Mal um bei alleinstehenden Menschen nach dem Rechten zu sehen, 51 Mal wegen Bränden, drei Mal wegen eines Selbstmordes, und bei Verkehrsunfällen. 27 Mal sind sie wegen Fehlalarm umsonst ausgerückt.

Tendenziell war es eher ein ruhiges Jahr, bilanziert der Wehrleiter. Rund zehn Schwerverletzte gab es bei Verkehrsunfällen. Für Manfred Burbach war der Unfall im Ostring, bei dem zwei Menschen ums Leben kamen, das Schlimmste: "Ich habe beide gekannt." Wie verarbeiten Feuerwehrleute tragische oder traumatische Erlebnisse? "Wir regeln das erstmal intern, das hat sich bewährt", erzählt der 42-Jährige. "Erstmal wird über den Einsatz gesprochen. Das hilft schon viel."

Auch die Partner der Einsatzkräfte werden mit einbezogen: "Die merken am ehesten, wenn der Kollege sich verändert", sagt Burbach. Ob er nicht mehr schläft, sich zurück zieht, anfängt zu trinken oder auf einmal raucht - das alles könne der Partner am besten beurteilen. Da die Retter freiwillig arbeiten, ist es an manchen Tagen schwierig, die Brandsicherung zu gewährleisten: "Heiligabend haben wir immer viele Leute, an Silvester gar keinen. Wenn um zwölf alle feiern, ist das ne Zufallsnummer, wenn was passiert: Man weiß nie, wer kommt und wie viele." Irgendwann müsse man dazu übergehen, den Leuten Geld zu zahlen, , sagt der Wehrleiter.

Was Burbach ärgert, ist "dummes Gerede". Den Bürgern sei oft nicht bewusst, wie viel Zeit und Geld Feuerwehrleute in ihr Ehrenamt stecken. Es gebe Leute, die 400 bis 500 Stunden im Jahr arbeiten. "Und die können ja noch nicht mal ihre Sprit-Kosten beim Finanzamt absetzen", erklärt er. Deshalb wird er wütend, wenn Bürger sich beschweren, wenn mal einer seiner Leute privat ein Fahrzeug nutzt, um etwas zu transportieren. "Wie soll ich denn sonst jemanden motivieren?", fragt er, "das ist ja alles freiwillig".

Quelle: www.volksfreund.de

26.02.2015 - Feuer im Turm, Angst vor Giftstoffen - Feuerwehr gibt nach Stunden Entwarnung - Drei Leichtverletzte

Brand in der Brauerei: Im Siloturm bei der Stadthalle ist am Donnerstagvormittag ein Feuer ausgebrochen. Die Wehrleute retteten fünf Menschen aus dem Gebäude, drei von ihnen wurden mit leichter Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr warnte die Bürger wegen möglicher giftiger Dämpfe. Der Verdacht bestätigte sich im Laufe des Tages jedoch nicht.

Ein Feuerwehrwagen nach dem anderen rauscht in den Görenweg, Wehrleute springen aus den Fahrzeugen auf den Parkplatz der Brauerei, Menschen zieht es aus ihren Häusern, sie schauen gebannt auf das zu, dann geht ihr Blick nach oben: Es brennt im Siloturm.

Einer unter ihnen, ein Anwohner, hat kurz zuvor, um 9.28 Uhr am Donnerstag, die Feuerwehr alarmiert, weil er Brandgeruch vernahm - das erzählt Manfred Burbach, Wehrleiter der Stadt Bitburg. "Und als wir dort ankommen, haben wir dann Großalarm ausg elöst." Im zehnten Stock des Turms habe es "lichterloh" gebrannt.

Fünf Menschen gerettet

Die Wehrleute retten fünf Menschen aus dem Turm, ein daneben stehendes Bürogebäude wird vorsichtshalber evakuiert, drei Männer werden mit leichter Rauchvergiftung ins Krankenhaus in Bitburg gebracht. Ihnen geht es gut: Nach ambulanter Behandlung können sie nach Hause gehen.

Größere Sorge besteht stundenlang für die Bürger der Stadt: Da der Turm "seinerzeit aus asbesthaltigem Material gebaut" worden sei, sagt Wolfgang Zenner von der Polizei Bitburg, sei die Befürchtung groß gewesen, dass sich in dem Rauch auch giftige Stoffe befänden.

Die Feuerwehr handelt sofort: Sie gibt eine Gefahrenmeldung an die Medien heraus und bittet die Bürger, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Dies rufen die Polizeibeamten auch per Lautsprecher in den umliegenden Straßen aus. Immerhin, darauf weist Burbach hin, befinden sich auch viele Schulen in der näheren Umgebung: Die Kinder sitzen zu diesem Zeitpunkt gerade im Unterricht.

Während die Polizei den Görenweg für den Verkehr sperrt - Zenner: "Die Feuerwehr braucht den komplett als Arbeitsfläche" - sind die Wehrleute schon mittendrin: Aber einfach, sagt Burbach, sei das für seine Leute nicht gewesen.

Nach zwei Stunden im Griff

Einmal ist der Turm knapp 50 Meter hoch - die Drehleiter reicht aber nur 30 Meter in die Höhe. "Es ist also schwer, da ranzukommen." Von der Leiter aus geht es dann vor allem darum, die Blechfassade von außen zu kühlen: Die Hitze hätte die äußeren Platten abplatzen lassen können, und "wenn da Teile runtergekommen wären, hätte das übel aussehen können".

Um das Feuer zu bekämpfen, müssen die Wehrleute von außen und von innen ran - "unseren Angriff haben wir über das Treppenhaus gestartet", sagt Burbach. Und auch das sei anspruchsvoll für die Einsatzkräfte, die mit Sack und Pack rauf in den zehnten Stock müssen.

Dann verkündet Burbach die erste gute Nachricht: "Zwei Stunden - und wir hatten das Feuer im Griff." Damit ist der Einsatz aber noch lange nicht beendet: Um an die Glutnester heranzukommen, habe man Teile der oberen Blechverkleidung abgetrennt, und die müssen später dann noch vom Dach.

Um kurz nach 14 Uhr folgt die zweite gute Mitteilung: "Es besteht keine Gefahr mehr", sagt Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch. Zuvor habe man "Werte im unteren Bereich, hin zum Grenzwert" gehabt, sagt Burbach. Aus Trier hat man ein Messfahrzeug - ein, wie Larisch sagt, "rollendes Labor" - anrücken lassen, das alles abgefahren sei: Und nun habe man keine schädlichen Stoffe feststellen können. "Wir gehen immer zunächst von der größtmöglichen Gefahr aus. Aber jetzt können wir die Gefahrenmeldung aufheben."

Wie es aber zu dem Brand im stillgelegten Tanksilo gekommen sein könnte, darüber kann Zenner von der Bitburger Polizei zunächst nur eine reine Vermutung anstellen - die erweist sich später jedoch als richtig: Eine Firma war dort mit Entkernungsarbeiten zugange, und "bei den Abrissarbeiten sind Dämmaterialien in Brand geraten." Die Handwerker hatten mit einem Schneidbrenner Rohre freigelegt - und durch Funkenflug sei das Feuer entstanden. Die Arbeiter hätten dann noch versucht, die Flammen mit dem Feuerlöscher einzudämmen - das sei ihnen aber nicht mehr gelungen.

Wie hoch der entstandene Schaden sei, könne man derzeit noch nicht sagen, teilt die Pressestelle der Bitburger Brauerei mit. Um diesen möglichst gering zu halten, waren gestern hundert Kräfte im Einsatz: Die Feuerwehr Prüm mit Drehleiter, der Gefahrenstoffzug Waxweiler, die Feuerwehr Trier mit einem Messfahrzeug, die Feuerwehr Metterich / Dudeldorf und die Feuerwehr Bitburg mit allen sechs Einheiten - zudem das THW, das Rote Kreuz und die Polizei Bitburg.

Quelle: www.volksfreund.de