Feuerwehr Bitburg

11.06.2018 - Erneut starker Regen und Feuerwehreinsätze in der Eifel

Badem/Dudeldorf/Kyllburg. Starkregen hat am Montagabend erneut zu etlichen neuen Einsätzen der Feuerwehr geführt. Besonders betroffen waren erneut Dudeldorf, Kyllburg und Badem (Eifelkreis Bitburg-Prüm).

Zahlreiche Wehren waren im Einsatz. In Dudeldorf kam es am Montagabend erneut zu Überschwemmungen und zu weiteren Einsätzen der Feuerwehr. Wie bereits am Sonntag waren Straßen und die Durchfahrt durch den Torbogen überflutet. Die Wehren Konz, Pluwig und Gusterath (Landkreis Trier-Saarburg) wurden mit Sandsäcken nach Dudeldorf beordert.

Nach längeren Regenfällen hieß es am Abend wieder „Land unter“ in der Ordorferstraße, Pickließemerstraße und Hauptstraße. Wieder traf es die gleichen Häuser, Keller und Garagen. Die Menschen hatten gerade erst die Aufräumarbeiten nach dem letzten Unwetter abgeschlossen und wurden erneut sehr schwer getroffen. Allerdings hatten Hilfskräfte vorsorglich hunderte Sandsäcke bereitgestellt, um die Häuser zu schützen. Über Stunden ergossen sich die Wassermassen durch die Straßen. Bis weit in die Nacht konnten die Menschen ihre Häuser nicht verlassen, bis endlich die Flut zurück ging. In Dudeldorf waren zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst im Einsatz. Tausende Sandsäcke wurden gefüllt und bereitgestellt.

In Kyllburg war am Montagabend zunächst weiter unklar, ob ein Hang mitsamt Kanalrohren abrutschen könnte. „Die Gefahr eines Hangrutsches besteht nach wie vor“, sagte am späten Abend der Sprecher der Polizei Bitburg, Polizeihauptkommissar Wolfgang Zenner, gegenüber volksfreund.de. Am Montagabend wurde das Gelände, an dem ein riesiges Loch klafft, weiträumig abgesperrt. Auch unterhalb des Hanges ist die Bademer Straße gesperrt. Von oben fließen weiter größere Wassermassen nach, allerdings bisher kein Geröll. Anwohner, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk hoffen, dass es nicht zum Hangrutsch kommt. Derweil hat Stromversorger Westnetz Bedenken, dass auch die Oberleitung gefährdet sein könnte. Aktuell ist sie es noch nicht. Die Zufahrten über die Kyllburger Straße und die Bademer Straße sind nach Angaben von Zenner derzeit in Kyllburg gesperrt, der Ort sei aber weiter aus Richtung Malbergweich (L 32) erreichbar. Umweltministerin Ulrike Höfken hatte sich am Nachmittag vor Ort ein Bild von den Schäden gemacht.

Während der Nacht blieb das absturzgefährdete Kanalbauwerk in Kyllburg stabil. Ein Baum war kurz nach ein Uhr in der Nacht umgestürzt und drohte den Abfluss des Korlesbach zu verstopfen. Der Baum wurde von einem Forstbetrieb entfernt.

Weitere Einsätze wegen Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern gab es unter anderem in Badem, Hüttingen, Metterich, Biersdorf, Irrel und Oberweis.

Quelle: www.volksfreund.de

11.06.2018 - 54-Jähriger auf B 51 bei Röhl von LKW erfasst und tödlich verletzt

Röhl. Beim Versuch, die B 51 bei Röhl zu überqueren, ist am Montagnachmittag kurz vor 15 Uhr ein 54-Jähriger von einem Sattelzug erfasst worden. Der Mann aus dem Eifelkreis starb nach Polizeiangaben noch an der Unfallstelle.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Bitburg, hatte kurz vor 15 Uhr ein 54-jähriger Mann aus dem Eifelkreis sein Auto an der Abfahrt Scharfbillig am Fahrbahnrand geparkt und aus bisher unbekanntem Grund zu Fuß die Fahrbahn der B 51 überquert. Dabei wurde er von einem in Richtung Bitburg fahrenden 40-Tonner-Sattelzug erfasst. Der Mann zog sich nach Angaben von Christian Hamm, Chef der Polizeiinspektion Bitburg, dabei so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle starb. Alle Versuche des Notarztes und Rettungsteam, den Schwerverletzten zu reanimieren, blieben erfolglos. Der LKW-Fahrer erlitt einen Schock.

Die genaue Unfallursache und warum der Mann versuchte, die Bundesstraße zu überqueren, muss nun ein Gutachter ermitteln. Der Verkehr auf der B 51 kam durch die Rettungsmaßnahmen komplett in beide Richtungen zum Erliegen. Nach Angaben von Christian Hamm konnte gegen 15.30 Uhr eine Umleitung aus Richtung Trier über Helenenberg nach Bitburg und von Bitburg aus nach Trier über Irrel eingerichtet werden. Die B 51 blieb bis ca. 17.30 Uhr voll gesperrt und ist seitdem wieder frei befahrbar.

Im Einsatz waren ein Notarzt, das DRK Bitburg, die Feuerwehr Bitburg und die Polizei Bitburg.

Quelle: www.volksfreund.de

09.06.2018 - Die Eifel versinkt in den Fluten

Dudeldorf/Badem/Kyllburg/Nimshuscheid. Sintflutartige Regenfälle haben am Samstagabend erneut für katastrophale Zustände gesorgt.  Während es im Prümer Land ruhig blieb, erwischte es das Bitburger Land heftig. In Kyllburg droht gar eine Evakuierung.

Ein Unwetter am Samstag hat die Feuerwehrleute im Eifelkreis Bitburg-Prüm erneut in höchste Alarmbereitschatft versetzt. „Wir sind nicht nur an der Belastungsgrenze, wir sind schon darüber hinaus“, sagt Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch. Denn die erneuten Regenfälle haben ungeahnte Schäden hinterlassen. So mussten am Samstagabend 900 Helfer ausrücken – Verstärkung gab es aus den Nachbarkreisen, ohne die es nicht gelungen wäre, die Folgen der Katastrophe abzumildern. Helfer von Feuerwehr, THW, DRK, DLRG, Bundeswehr und Polizei aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Kräften von der Air Base Spangdahlem,  aus Bernkastel-Wittlich, aus Trier-Saarburg und von der Berufsfeuerwehr Trier.

Ein Schwerpunkt lag in Kyllburg. „Es hat nur wenige Minuten gedauert, bis der Korlesbach übergeschwappt war und unseren Garten überflutete. Unmittelbar danach begann das Gelände wegzubrechen. Die Steine donnerten zu Tal. So was haben wir hier noch nicht erlebt“, sagt Marlies Steffens, Anwohnerin in der Straße Am Steineberg. Ihr Garten wurde komplett weggespült, das Gartenhaus mit Geräten steht am Abgrund.

In dem riesigen Krater hängen eine Stromleitung und tonnenschwere Kanalrohre mehr oder weniger in der Luft. Sie drohen abzustürzen. Ein Fachmann vom Landesamt für Geologie und Bergbau war am Sonntag vor Ort und stellte eine konkrete Gefahr fest. Beim nächsten Regen könnte das Gelände weiter abbrechen und die darunter gelegenen Häuser gefährden. „Wir bereiten uns darauf vor, damit es im Ernstfall schnell gehen kann“, sagte Bürgermeister Josef Junk am Sonntagnachmittag  in der Hoffnung, dass dieser Fall nicht eintreten möge.

Vor Ort in der Eifel waren auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Minister Roger Lewentz. Dreyer zeigte sich schockiert vom Ausmaß der Schäden. Der Kyllburger Georg Zahnen richtete deutliche Worte an die politisch Verantwortlichen: „Wir machen seit Jahren auf das Problem aufmerksam. Passiert ist bisher so gut wie nichts. Jetzt haben wir den Salat. Wir Anwohner erwarten jetzt eine tragende Lösung auf Dauer.“

Am Samstagabend waren die Wasser- und Geröllmassen den steilen Abhang hinuntergestürzt und hatten Teile der L 24 und der Bademer Straße in Kyllburg überflutet. Schnell stand auch hier alles unter Wasser. Die braune Brühe drang in die Keller und Wohnungen ein. Fritz Wagner, der  in der Bademer Straße wohnt, sagte: „Unsere neue Haustür ist wunderbar dicht. Die hat das Schlimmste verhindert.“ Feuerwehr und zahllose freiwillige Helfer waren pausenlos im Einsatz.

Wegen der katastrophenartigen Zustände wurde im Eifelkreis um 20.40 Uhr Alarmstufe 4 ausgerufen, die technische Einsatzleitung lag beim Landrat. Unzählige Häuser waren überflutet. Das Telefonnetz fiel in vielen Orten aus oder war überlastet. In Philippsheim war die Trinkwasser-Versorgung unterbrochen.

Schwerpunkt des Unwetters war das Einsatzgebiet rund um Kyllburg, Badem, Gransdorf, Erdorf, Dudeldorf und Spangdahlem. Ins Erdorfer Kylltal, so berichtet Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch, sei das Wasser aus Badem in Sturzbächen heruntergelaufen. „Erdorf war wie eine Insel abgeschnitten vom Umland“, sagt er. Das Bahngelände war komplett überflutet, viele Häuser vollgelaufen. Auch die Zuggleise bei Erdorf wurden unterspült. Der Zugverkehr auf der Eifelstrecke wurde daraufhin komplett eingestellt.

Das Wasser sei überall rasant gestiegen, berichtet Larisch. So habe es beispielsweise innerhalb weniger Minuten 20 bis 30 Zentimeter hoch in Speicher auf dem Marktplatz gestanden. Der Ort sei aber weitgehend von Schäden verschont geblieben.

Sturzfluten mit großen Ästen und schweren Steinen bedeckten Bundes- und Landesstraßen und machten diese unpassierbar. Viele Straßen wurden durch die Feuerwehren, Polizei und den LBM komplett gesperrt. Die A 60 zwischen den Anschlussstellen Spangdahlem und  Badem wurde komplett überschwemmt, der Verkehr lag dort  lahm.  Der Bahntunnel bei Wilsecker, der schon beim Unwetter vor einer Woche verschüttet worden war (der TV berichtete mehrfach), wurde erneut verwüstet. „Die unten an der Kyll gelegene Wanderbrücke ist wohl kurz vorm Einstürzen“, berichtet TV-Leser Manfred Stoos am Sonntag.

Im Bitburger Stadtgebiet selbst gab es nur kleinere Probleme, zum Beispiel in der Nansenstraße, wie Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch berichtet. Am stärksten betroffen von den Bitburger Stadtteilen war Matzen, wo es zahlreiche vollgelaufene Keller gab. Erstaunlich ruhig verlief der Abend im Nordkreis: Hier gab es laut Feuerwehr nur einen umgestürzten Baum auf der L 5 zwischen Nimshuscheid und Seffern sowie einen vollgelaufenen Keller in Weinsheim.

Um 0.45 Uhr wurde die Alarmstufe 4 schließlich aufgehoben und die Einsatzleitung zurück an die Verbandsgemeinden übertragen. Deweil hoffen alle, dass trotz  neuerlicher Unwetterwarnungen alles ruhig bleibt.

Quelle: www.volksfreund.de

10.06.2018 - Eifel: Erneute Unwetter in der Nacht auf Montag

Ehlenz/Niederweiler/Oberweiler/Kyllburg . Land unter: In der Nacht auf Montag sind erneut heftige Unwetter über die Eifel gezogen. Besonders stark hat es die Orte Ehlenz, Niederweiler und Oberweiler in der VG Bitburger Land getroffen. In Kyllburg wurden Menschen evakuiert.

Die Eifel kommt nicht zur Ruhe: Blieb es tagsüber am Sonntag nach den schweren Unwettern vom Samstagabend ruhig, kam am Abend der Regen zurück. Josef Junk, Bürgermeister der VG Bitburger Land, meldete am Sonntagbend: „Land unter in Ehlenz, Niederweiler, Oberweiler.“ Die Lage sei „unvorstellbar!“, so der VG-Chef weiter. Der Wasserpegel der Nims stieg stark an, die Feuerwehr legte mehr als 500 Sandsäcke aus, um das Wasser zu stoppen. Ein Mensch wurde leicht verletzt von Feuerwehrleuten aus den Flutwellen gerettet.

Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) aus Koblenz und Trier überwachen seit Sonntagmittag die Bewegung des absturzgefährdeten Kanalbauwerkes in Kyllburg. Nach dem Unwetter vom Samstagabend hat der Korlesbach im Bereich der Anliegerstraße „Am Steineberg“ ein Riesenloch in die Landschaft gegraben. Tonnenschwere Kanalrohre drohen den Abhang hinab zu stürzen. Pascal Schreiner vom THW Koblenz ist mit einer Mannschaft und dem sogenannten Einsatzstellensicherungssystem am Sonntagnachmittag in Kyllburg eingetroffen. „Wir messen lasergesteuert und über Prismasysteme jede Bewegung im Hang und am Kanalrohr. Im Fall von kritischen Bewegungen geben wir diese Daten an unseren Baufachberater vom THW Trier weiter“, erklärt Schreiner. Im Bereich eines Zehntelmillimeter können hier Bewegungen festgestellt werden.„Auf der Basis der gemessenen Daten beurteile ich die Situation und berate die Einsatzleitung“, schildert Markus Thieltges das weitere Vorgehen. Mehrere Anwohner wurden schließlich wegen des drohenden Felssturzes evakuiert.

Quelle: www.volksfreund.de

02.06.2018 - Kein Wasser in Bitburg: Eine Stadt sitzt am Samstag auf dem Trockenen

Bitburg. Wegen eines Rohrbruchs war die Wasserversorgung in Bitburg am Samstag unterbrochen. Erst um 18 Uhr war die Durststrecke überwunden.

Es tröpfelt. Ein bisschen was kommt noch aus dem Hahn. Dann ist Schluss. Keine Dusche, keine Wäsche waschen und putzen fällt auch flach. In Bitburg gibt es kein Wasser. So sieht es aus am Samstag in Bitburg. Genauer gesagt: Seit etwa 1.30 Uhr in der Nacht auf Samstag. Aber da haben viele noch geschlafen. Wie sich später herausstellt sind wegen eines Rohrbruchs im Bereich Bitburg-Stahl kubikmeterweise des kostbaren Nass ins Erdreich versickert.

"Wir wurden in der Nacht alarmiert, weil die Hochbehälter leer laufen“, sagt Stadtwerke-Chef Bernd Goeblet. Und von da an beginnt die Suche nach der undichten Stelle. 14 Mann sind allein von den Stadtwerken im Einsatz. Einziger Stadtteil, der nicht betroffen ist: Erdorf. „Die beziehen ihr Wasser aus Badem“, erklärt der Werke-Chef. Den knapp 14 000 Bitburger in der Kernstadt und den übrigen Stadtteilen hilft das nichts.

Bei den Stadtwerken klingeln die Telefone in einem fort. Ein Krisenstab wird eingerichtet. „400 Anrufe waren bis zum frühen Morgen aufgelaufen“, sagt der Werksleiter. Gemeinsam mit dem städtischen Beigeordneten Josef Heuzeroth und Wehrleiter Manfred Burbach stellt er zunächst sicher, dass Krankenhaus, Altenheime und die häusliche Krankenpflege informiert werden und bei Bedarf mit Wasser beliefert wird. „Die brauchen das ja. Zur Pflege, bei Operationen, zur Essenszubereitung“, sagt Goeblet. Immerhin: Das Krankenhaus hat genug eigene Reserven, um seine Wasserversorgung bis 15 Uhr zu gewährleisten. Aber dann? „Wir haben Tanklastzüge von der Arla in Pronsfeld angefordert“, sagt Heuzeroth. Die hätten den Ernst der Lage gleich erkannt und die Bitburger sofort unterstützt. Zudem werden sieben Tanklöschzüge der Feuerwehren aus Bitburg und den Stadtteilen, Speicher, Kyllburg, Newel, Prüm, Landscheid und Neuerburg alarmiert. Sie eilen überall dorthin, wo dringend Wasser gebraucht wird.

Etwa in der Bitburger Fußgängerzone im Metzgerei-Betrieb Ewen. „Ich hatte gerade alles mit Desinfektionsmittel eingesprüht, dann kam kein Wasser mehr“, sagt Inhaber Guido Klassen. Die Feuerwehr verlegt Schläuche und pumpt, damit es in dem Betrieb weitergeht. In Cafés und Gasthäusern behilft man sich mit Wasserkanistern. Friseursalons schließen teils früher. Auch das Erlebnisbad Cascade macht um 13 Uhr dicht. „Wir haben ab 11 Uhr schon niemanden mehr reingelassen. Es ist zwar genug Wasser in den Schwimmbecken, aber ohne Dusche, Toiletten. Es geht einfach nicht“, sagt Bad-Chefin Elfriede Grewe. Eine Erfahrung, die am Samstag wohl jeder in Bitburg macht: Es geht so einiges nicht ohne Wasser.

Gegen Mittag informiert die Feuerwehr die Bevölkerung per Lautsprecherdurchsagen: „Achtung, Achtung: Eine Durchsage der Feuerwehr. Die Trinkwasserversorgung in der Stadt Bitburg ist wegen eines Rohrbruchs gestört. In drinkenden Notfällen informieren Sie die Feuerwehr.“ Zudem haben Rot-Kreuz-Mitarbeiter an acht Stellen in der Kernstadt und den Stadtteilen Position bezogen und verteilen Wasserflaschen.

Parallel läuft die Suche nach der Schadensstelle. Im Nachmittag dann eine erste Vermutung: Es könnte ein Rohrbruch im Bereich des Stadtteils Stahl sein. „Die liegen tief, tiefer als die Kernstadt. Wir haben das verfolgt, wo die ersten Schadensmeldungen herkommen, wo noch länger Wasser war“, sagt Goeblet. Auf Tisch ein Stadtplan. Bereiche eingekringelt. Das Netz im Blick. Für die Suche nach der Schadensstelle werden alle Bereiche vom Netz genommen. Und sollte der Rohrbruch lokalisiert und repariert sein, wird es dennoch mit einer Entwarnung dauern, wie Goeblet erklärt: „Wir können die abgesperrten Teilbereiche dann erst wieder langsam und Stück für Stück in Betrieb nehmen. Wir dürfen keine zu großen Druckstöße riskieren, dann bestünde die Gefahr, dass weitere Rohre brechen. Solche Folgeschäden wegen zu hohen Wasserdrucks müssen wir vermeiden.“

2500 bis 3000 Kubikmeter Wasser werden nach Schätzung des Werkleiters pro Tag in Bitburg im Schnitt verbraucht. 2000 Kubikmeter Wasser passen in jeden der beiden Hochbehälter im Königswäldchen. Hätte es nicht reichen können? „Durch das Leck haben wir etwa 300 Kubikmeter pro Stunde verloren“, sagt Goeblet. Entwarnung gibt es zunächst nicht. Dafür weitere Durchsagen, wo Trinkwasser ausgeteilt wird.

 

Update: Am späten Nachmittag dann die erlösende Nachricht: Ab 18 Uhr werde die Wasserversorgung in allen Haushalten wiederhergestellt sein. Das teilte die Stadt mit. Der Rohrbruch konnte im Bereich Stadtmühle, zwischen Innenstadt und Stahl, lokalisiert werden. Die Leitungen würden nach und nach befüllt, wobei alle Abnehmer gebeten werden, auch bei sich zu Hause zunächst noch möglichst sparsam Wasser zu verbrauchen. Josef Heuzeroth, Beigeordneter und Vertreter des Bürgermeisters und Leiter des Krisenstabs, sind die Schrecken und Anstrengungen des Tages ins Gesicht geschrieben. Josef Heuzeroth: „Wir haben heute viel Glück gehabt und die Notsituation auch dank der reibungslosen Zusammenarbeit aller Kräfte bestens gemeistert. Aber um ein Haar sind wir an einer absoluten Notlage und Katastrophe vorbeigeschlittert, wäre das Leck nicht so schnell entdeckt worden wie heute Nachmittag geschehen.“

Im Einsatz waren rund 20 Beschäftigte von Stadtwerken und Stadtverwaltung, etwa 60 Feuerwehrleute und 25 Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes. Die Wehren aus der Umgebung stellen für Gewerbe- und viehhaltende Betriebe Tankwagen mit Frischwasser zur Verfügung.

Quelle: www.volksfreund.de

Bild: www.volksfreund.de